Familie Zeller aus Martinszell  
 
Mittwoch, 27.03.2019

Karl Friedrich Werner und Therese Dorothee Marie Zeller
- Volksmission aus dem württembergischen Pfarrhaus -

in: Herbert Leube, Familie und Christliche Diakonie, Familienkreis und Nachkommenschaft von Christian Heinrich Zeller und Sophie Siegfried, Sonderveröffentlichungen des Martinszeller Verbandes e.V. Nr. 15, Lahr 1999, S. 114-130

 
Bild Bild
 

                          Therese D. M. Zeller 1815-1894                                                          Karl F. Werner 1804-1872 (Stadtarchiv Fellbach)

 Paul Langbein, der Vater der Jubiläumsbibel von 1912 der Württembergischen Bibelanstalt, schrieb: „Karl Werner predigte das Evangelium von Christo, der unsere Gerechtigkeit ist mit einer seltenen Reinheit, Weihe und Kraft. Als ein treuer Schüler der großen württembergischen Theologen (Bengels u. a.) suchte er die mannigfaltige Schriftwahrheit in ihrer Fülle darzulegen. Das christliche Leben in der Gemeinschaft zu fördern und zu pflegen, war ihm ein heiliges Anliegen.“ (Anhang zu seinem Evang. Hauspredigtbuch 1890)

 Karl Werners Elternhaus

Karl Werner entstammte einer kinderreichen Lehrerfamilie. Der Vater Georg Andreas Werner, 1752-1824, war ein Schneidersohn aus Balingen. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und sollte zunächst Schneider wie sein Vater werden, da sich keine preiswerten anderen Ausbildungsmöglichkeiten fanden. Schließlich nahm ihn sein Pate, der Balinger Bürgermeister und Landschaftsbeisitzer in Stuttgart Philipp Heinrich Hopf mit nach Stuttgart zu seiner und seiner Kollegen Bedienung. In Stuttgart nutzte Andreas Werner die Zeit zur Weiterbildung, lernte für sich, da er kein Geld hatte, Latein, Rechnen, etwas Deutsch und Musik. Sein Ziel war, Lehrer zu werden. Schließlich nahm ein Verwandter, Präzeptor Wullen in Cannstatt, ihn zu sich zur weiteren Ausbildung. Mit 18 Jahren konnte er als Provisor bei Schulmeister Weiß in Tübingen eintreten. Er hatte mit dem Schulmeister in der Mädchenschule 200-250 Kinder zu unterrichten. Durch Privatunterricht in Professorenhäusern besserte er seine dürftige Lage auf. Daneben suchte er sich in allen Wissensfächern, selbst im Hebräischen, fortzubilden. Nach acht Jahren wurde er Schulmeister an der deutschen Knabenschule. Endlich 1795, nach 17 Jahren konnte er Vertreter des Präzeptors Dettinger an der „Anatolischen“ Lateinschule werden (der Name ist gräzisiert von der Lage am Tübinger Österberg). In seiner freien Zeit hatte Andreas Werner ein lateinisches Lehrbuch verfaßt, das von vielen Kollegen warm begrüßt wurde. Besonders eng arbeitete er dabei zusammen mit dem Professor am Stuttgarter Gymnasium Christoph Fr. Roth. Durch seine Schriftstellerei erregte er auch die Aufmerksamkeit des Rektors am Stuttgarter Gymnasium Johann Christian Schmidlin; so wurde er schon im darauffolgenden Jahr 1776 als Präzeptor an das angesehene Stuttgarter Gymnasium und die neue Realschule berufen. 28 Jahre hat Andreas Werner dann in Stuttgart gewirkt, zuletzt als Oberpräzeptor. In dieser Zeit verfaßte er weitere lateinische und griechische Schulbücher, die jahrzehntelang in Württemberg in Gebrauch waren.

Seine erste Frau hatte G. Andreas Werner 1779 in Benedikta Friedrike Haakh, Tochter des herzoglichen Mundkochs in Stuttgart, gefunden, die ihm aber schon nach sieben Jahren durch die Schwindsucht entrissen wurde.

Von den vier Kindern dieser Ehe überlebte nur die Tochter Christiane, die später den Kameralverwalter (Finanzverwalter) Johann Frriedrich Bilfinger heiratete. Seine zweite Frau wurde Johanne Hartmann, die Tochter des bekannten Lehrers am Waisenhaus in Ludwigsburg Israel Hartmann und der Rosine Burk, deren Bruder eine Tochter des großen Pietisten Johann Albrecht Bengel zur Frau hatte. Israel Hartmann wurde wegen seiner Frömmigkeit von der Familie mit besonderer Ehrfurcht behandelt. Lavater sagte von ihm: „Wenn Christus jetzt unter uns wandelte, er würde ihn zum Apostel wählen“. Die Ehe Andreas Werners mit Johanne Hartmann war reich gesegnet mit sieben Söhnen und fünf Töchtern, von denen aber drei Knaben im Kindesalter starben. Die Tochter Heinrike heiratete den Kaufmann Karl Plebst in Lauffen, Johanne wurde Pfarrfrau als Gattin von Karl Weigle in Zell, später in Holzmaden bei Kirchheim unter Teck. Die Töchter Luise und Wilhelmine blieben unverheiratet. Charlotte verheiratete sich mit dem Präzeptor in Blaubeuren und späteren Pfarrer Christian Gottlieb Pfleiderer. Die Söhne Ludwig, Pfarrer in Affalterbach bei Marbach am Neckar, Karl, Pfarrer in Fellbach, den wir anschließend betrachten, und Hermann, Medizinalrat in Ludwigsburg, wurden Stammväter der Affalterbacher, Fellbacher und Ludwigsburger Werner-Linien.

Im Haus des Stuttgarter Präzeptors müssen wir uns ein umtriebiges Leben vorstellen: Werners Mutter lebte mit in der Familie; neben den neun eigenen Kindern waren Kostgänger in Pension, die zugleich das Gymnasium besuchten. Werners Erziehung war streng; die Strenge wuchs mit den Jahren. Bis ins Alter pflegte Werner Freundschaften in nah und fern, so mit dem Stuttgarter Stiftspfarrer Christoph Fr. Gerok 105, dem Vater des Liederdichters Karl Gerok, mit Stadtpfarrer Christian Adam Dann mit Ludwig Hofacker, damals Vikar bei seinem Vater, dem Dekan Wilhelm Hofacker an der Leonhardskirche, mit Antistes Geßner aus Zürich, dem Schwiegersohn Lavaters. In seinen letzten Lebensjahren litt er an Atemnot und Gichtbeschwerden und mußte einen Vikar als Hilfe im Lehramt nehmen. Im Mai 1824 schloß Andreas Werner die Augen für immer.

Seine Frau Johanne überlebte ihn nur um vier Jahre. Sie wird von ihrem Enkel Samuel als eine sanfte, sinnige Natur beschrieben; sie besaß eine große Leichtigkeit, ihre Gedanken in eine gefällige Form zu kleiden. Sie dachte gerne tiefer nach über religiöse Wahrheiten und zeichnete viele solche Gedanken auf, die sie ihren Kindern nutzbar zu machen wünschte. Sie kannte die Verschiedenheit ihrer Kinder und verstand es, auf das Denken und Fühlen eines jeden einzugehen. Und auch ihren über die Jahre zahlreichen Kostgängern ließ sie ihre mütterliche Liebe angedeihen.

Jugend und Studienzeit

Karl Friedrich Werner, geb. 1804, war das zehnte Kind aus der Ehe seines Vaters mit Johanne Jul. Hartmann. Getauft wurde Karl Friedrich von seinem damals 80-jährigen Großvater Israel Hartmann; er wurde mit seinen Geschwistern zu einem gläubigen Gottvertrauen erzogen. Das Gymnasium besuchte er natürlich bei seinem Vater in Stuttgart. Er sagt von sich selbst, er sei während der ersten vier Jahre ein träger Schüler gewesen. Erst in seinem 12. Jahr sei es dem damaligen Präzeptor am Gymnasium Karl Ludwig Roth gelungen, ihn aufzuwecken und zum Lernen anzuspornen. Er lebte ganz in der Ideenwelt der griechischen und römischen Schriftsteller, und es entstand in seinem Innern eine Mischung des christlichen Glaubens mit den Ansichten jener alten Weisen.

Karl Werner wurde von dem ehrwürdigen Prälaten Flatt konfirmiert. Er bestand schon mit 13 Jahren das Landexamen, trat aber nicht ins Seminar ein, sondern blieb am Stuttgarter Gymnasium und konnte 1821, noch nicht 18 Jahre alt, die Universität Tübingen beziehen. Durch besondere königliche Gnade erhielt er als zweiter Sohn aus der selben Familie neben seinem älteren Bruder Ludwig im Stift einen Freiplatz. Zunächst beschäftigte er sich sehr viel mit den Werken von Schiller und Goethe und deren Freundeskreis. Seine erste Predigt hielt er schon im folgenden Frühjahr in Zell bei Esslingen, wo sein Schwager Weigle Pfarrer war. Im selben Jahr sorgte ein Engländer, James Pierrepoint Greaves (1777-1842) in Württemberg für Aufsehen. Greaves war ursprünglich Kaufmann, betrieb dann philosophische und pädagogische Studien. Er hatte Pestalozzi besucht und gilt als „a unique specimen of human character, a curiosity and an absolute undefinable“. Sein Wahlspruch war: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.  Werner nahm bei ihm unentgeltlichen Englischunterricht und ließ sich in seine Gedankenwelt einführen. Der energische Mann lehrte vor allem, der Mensch könne alles aus sich selbst entwickeln. Er führte Werner aus einer geistigen Erschlaffung und zeigte ihm, „daß es Teil unserer Menschenbestimmung ist, Gutes zu wirken, soviel wir können“. Noch jahrelang blieb Werner mit Greaves in brieflichem Kontakt. Während seiner weiteren Studienzeit wurde Werner durch die realistische Richtung eines Ferdinand Christian Baur so sehr in Zweifel über die Richtigkeit der biblischen Wahrheiten hineingezogen, daß er sich eher auf ein philologisches Lehramt als auf das Predigtamt vorbereiten wollte. Die Eltern, vor allem die Mutter, sahen in ihm aber lieber einen zukünftigen Seelsorger. Erstmals 1823 berichtet Werner, daß er in der Zeit, als er zu theologischen Studien überging, einen Freund fand, der erweckt war, gebildet durch die Schriften des Pastors Menken in Bremen. Es war August von Kölln, der in den Befreiungskriegen preußischer Offizier gewesen war und später Pastor in Haustenbeck im Lippischen wurde; mit ihm blieb Werner lange in brieflichem Kontakt. Seine Tübinger Studienzeit schloß Karl Werner 1825 mit dem Magisterexamen ab - als 12. von 44 Kandidaten.

 
Karl Werner als Lehrer

Werners erste Stelle war die eines Hauslehrers auf der Saline Wilhelmshall bei Schwenningen; zugleich kam er auch als Vikar nach Schwenningen. Aber schon nach drei Monaten wurde er als Repetent an das Seminar Blaubeuren berufen. Hier hatte er neben Unterricht und Aufsicht der Zöglinge Zeit, eigenen Sprachstudien nachzugehen. Während seiner Zeit als Repetent in Blaubeuren erlebte Werner eine grundlegende Wandlung in seinem Glauben an Christus. Den Anstoß dazu gab der Verkehr mit Präzeptor Christian Gottlieb Pfleiderer, damals Lehrer an der Blaubeurer Lateinschule, der 20 Jahre später nach dem Tod seiner ersten Frau Werners Schwager werden sollte. Damals, 1827, hatte Pfleiderer seinen jungen Freund auf den selben Weg gewiesen, auf den schon die Mutter den Knaben geführt hatte, weg vom Wissensdünkel, hin zur vergebenden Gnade Gottes. Er las das Bengelsche Neue Testament, das ihm die Mutter 1828 noch kurz vor ihrem Tod geschenkt hatte, mit Bengels Anmerkungen. Das festigte seinen sicheren Glaubensgrund; Bengels Satz gab ihm Licht: „Nimm die Wiedergeburt nicht zu schwer, sie besteht im Glauben; nimm den Glauben nicht zu leicht, er ist eine neue Geburt“. Die innere Veränderung, die in Karl Werner vorgegangen war, führte ihn zum Predigtamt, zum Beruf als Seelsorger hin und machte ihm die Heidenmission zu einem inneren Anliegen. Sein Freund wurde der ehemalige Bäcker, spätere Missionar Weitbrecht der zu Besuch bei seinem Verwandten, Präzeptor Pfleiderer weilte. Ihn besucht er anläßlich einer Schweiz-Reise in Basel und lernte so den Geist des Missionshauses kennen. In Pfleiderers Haus wurde Werner auch mit dem pietistischen Gemeinschaftswesen vertraut, für das er zeitlebens ein warmes Herz behielt. Ebenso knüpfte er hier auch Kontakte zur Brüdergemeine über den Diasporabruder Weiz. Bei seinen Studien schloß sich Werner eng an Johann Albrecht Bengel an; Bengels Gnomon (Auslegung des Neuen Testaments), vom Vater ererbt, hatte er stets zur Hand. Der Vater hatte den Gnomon so wert gehalten, daß er die letzten leeren Blätter des Buches als Familienchronik benutzte. In die Blaubeurer Zeit fällt auch eine Ausarbeitung der Lebensbeschreibung seines Großvaters Israel Hartmann, des Waisenhauslehrers in Ludwigsburg, der ganz auf dem Boden des Bengelschen Pietismus stand.

Im Herbst 1829 konnte Karl Werner den lang gehegten Wunsch einer wissenschaftlichen Reise verwirklichen. Er erhielt Urlaub auf ein Jahr und eine staatliche Unterstützung. Den Winter verbrachte er in München, wo zu der Zeit sein jüngerer Bruder Hermann Medizin studierte. In München betrieb er philologische und Altertumsstudien bei dem hochverehrten Friedrich Thiersch und arbeitete an einer Dissertation, sah es aber schließlich als unnötige Eitelkeit an, Doktor zu werden. Er seufzte: „Über dem Philologen geht der Mensch und vollends der Christ zu Grunde!“ Thiersch riet seinen Schülern, sich einen Lieblingsschriftsteller auszuwählen; Werner wählte die Bibel. Sehr bildend war für ihn die Bekanntschaft mit den Exponenten des Protestantismus, besonders dem Naturwissenschaftler Gotthilf Heinrich Schubert mit dem er später durch Christian Gottlob Barth noch näher befreundet wurde, und dem Präsidenten Friedrich Roth an dessen beißendes Urteil er sich allerdings schwer gewöhnen konnte. Von München reiste Karl Werner nach Nürnberg, Erlangen, Halle, an die sächsischen Fürstenschulen, nach Herrnhut zur Brüdergemeine, über Dresden, Leipzig, Wittenberg nach Berlin.

In Nürnberg lernte er den Gymnasialrektor Karl Ludwig Roth kennen. In Erlangen hörte er Vorlesungen des Theologen Johann Christian Gottlob Ludwig Krafft einer führenden Gestalt der bayrischen Erweckungsbewegung, und des Geologen und Pädagogen Karl von Raumer, welcher der Inneren Mission nahe stand. In Halle lernte er den berühmten Friedrich August Gotttreu Tholuck kennen, der von der Erweckungsbewegung erfaßt (Schrift: Lehre von der Sünde und vom Versöhner oder die wahre Weihe des Zweiflers), seit 1826 hier lehrte. Zwischendurch arbeitete Werner in Dresden ein paar Monate an einer Neuauflage der Schulbücher seines Vaters. Auf seiner Reise besuchte Werner als Philologe viele höhere Schulen, doch war es ihm viel mehr darum zu tun, erweckte Prediger zu hören, das fällt vor allem bei den Vorlesungen auf, die er in Berlin besuchte. Von Berlin aus reiste er mit seinem älteren Bruder Ludwig, der sich ebenfalls auf einer wissenschaftlichen Reise befand, im Herbst 1830 über Lübeck, Kiel, Hamburg, Bremen, durch Westfalen, wo er seinen Freund Kölln besuchte, über Wuppertal durchs Rheinland, schließlich von Frankfurt nach Heidelberg und Heilbronn zurück ins Vaterland. Karl Werner bezeugt: „Es bleibt mir von dieser Reise, auch abgesehen von dem wissenschaftlichen Nutzen, mehr geistiger Gewinn, als ich in der Kürze sagen kann. ... Gottes Wort wurde mir über Alles wichtig, weil alle wahrhaft gottesgelehrten Männer darauf als auf ihre Quelle wiesen, und so manche da und dort bemerkte Glaubensverschiedenheiten hier allein ihre Entscheidung finden.“ Heimgekehrt begrüßte er, daß in Württemberg „das Wort Gottes noch reichlicher gehört wird und der gläubigen Christen noch mehr sind, als anderswo.“

Nach seiner Rückkehr nach Stuttgart wurde Karl Werner im Dezember 1830 als Gehilfe des Wildbader Dekans Werner berufen und trat damit erstmals ein geistliches Amt an. Aber bereits um Weihnachten erhielt er den Ruf, als Lehrer ins Basler Missionshaus einzutreten. Die Vereinigung von Unterricht mit dem geistlichen Beruf und die „wichtige Sache des Reiches Gottes“ zogen ihn an, seine vermeintliche Untauglichkeit und der Wunsch der Familie, er möge im Land bleiben, ließen ihn zögern. Doch schon im April 1831, als seine Wildbader Konfirmanden eingesegnet waren, fuhr er nach Basel, freundlich begrüßt von Inspektor Blumhardt und Hausvater Büchelen. Drei Jahre wirkte Werner als Lehrer am Missionshaus. Mit dankerfülltem Herzen blickte er später auf die Basler Zeit zurück. Die christliche Gemeinschaft mit Brüdern und Lehrern, der Kontakt mit Gleichgesinnten in der Stadt, die Besuche zurückkehrender Missionare aus aller Herren Länder, das Miterleben in den Fortschritten der Mission waren ihm ein Beweis für das Wirken des Wortes Gottes. Die Arbeit mit den Zöglingen nahm Werner sehr ernst, oft drückten ihn seine Untüchtigkeit und seine Verantwortung. Die politischen Ereignisse ließen ihn unberührt, die Polenbegeisterung teilte er nicht. Besonders vertraut wurde er mit Adolf Sarasin (1802-1885), der als Pfarrer im Basler Landgebiet durch die Revolution vertrieben wurde und 1833 zusammen mit anderen „Exulanten“-pfarrern den „Christlichen Volksboten aus Basel“ gründete. Die Sommerferien benutzte Werner zu Besuchen bei Verwandten und Freunden in der Heimat. Der endgültige Abschied von Basel 1834 fiel ihm schwer, doch freute er sich darauf, ein Pfarramt zu übernehmen.


Im Pfarramt, im Dienst der Mission und der pietistischen Gemeinschaften

Erstmals während seines Basler Aufenthaltes traf Werner mit dem schwäbischen Pfarrer Christian Gottlob Barth (1799-1862) zusammen, der aus einer Stuttgarter Pietistenfamilie stammend, wegen seines lebendigen Christentums sowie seiner persönlichen Art in christlichen Kreisen viel von sich reden machte. Werner lernte ihn in Basel bei den Missionsfesten, die Barth regelmäßig besuchte, als einen leidenschaftlichen Freund der Mission und Herausgeber der Calwer Missionsblätter kennen. Ihre Freundschaft gestaltete sich mit der Zeit immer herzlicher und blieb es bis zum Tode Barths. Barth war es schließlich, der Werner den Weg auf die Pfarrei Effringen und Schönbronn im Schwarzwald ebnete. Die Gemeinden waren früher von Wildberg und Bulach aus versehen worden und erhielten 1814 eine eigene Pfarrei, die Barth selbst 1824-1825 versehen hatte. Einige Leute aus der Gemeinde, die mit Barth noch in Verbindung standen, erwirkten vom Konsistorium die Zusage, daß ein im Sinne Barths wirkender Geistlicher für Effringen-Schönbronn benannt wurde. So erging der Ruf an Werner, der freudig zusagte. Bis zum Aufzug Ende Juli 1834 leistete er seinem Freund Pfarrer Seeger Amtshilfe in Strümpfelbach während dessen Badaufenthalt. Seegers Mutter war Werners Patin gewesen. Auch später blieben Seeger und Werner in treuer Freundschaft verbunden; Seeger wurde bei Werners Kindern Pate.

Die seelsorgerliche Arbeit wurde Werner in seiner neuen Gemeinde dadurch sehr erleichtert, daß schon seit 1775 durch den damaligen Pfarrer Eytel in Bulach das Gemeinschaftswesen lebendig war. Der Zeugmacher Joh. Georg Rothfuß in Schönbronn, Sohn eines der ersten Erweckten, hatte die Berufung Werners bewirkt. Auch in Effringen und in der Umgegend lebten Gleichgesinnte. So wurde bereits die Einsegnung des neuen Pfarrers zu einem großen Fest für die Gemeinde. In seiner neuen Eigenschaft als Gemeindepfarrer übte er sich ganz systematisch im Predigen, trug zunächst nur nach einem schriftlichen Manuskript vor, merkte aber bald, daß er seine Gemeinde unmittelbarer und ihrem Verständnis angemessen ansprach, wenn er nur mit einer Disposition redete. Dabei war er mit einer vollen und sicheren Stimme begabt und konnte durch seine eindringlichen Worte vielen zu Herzen reden.

Den Haushalt des jungen Pfarrers leiteten Werners Schwestern Wilhelmine und Charlotte. Alle drei Geschwister suchten neben den pastoralen Aufgaben äußere Not in der Gemeinde zu lindern, indem sie in beiden Orten Kleinkinderschulen gründeten, für die auch von dritter Seite, z. B. von Basel her Unterstützung kam. Zwei Jahre hatte Karl Werner sein Amt als Pfarrer versehen, als er sich 1836 ernsthaft um eine Hausfrau bemühte. Er dachte besonders an eine Tochter aus dem Haus Zeller-Siegfried in Beuggen, das ihm schon, als er noch in Basel war, durch die Art seiner Frömmigkeit einen tiefen Eindruck gemacht hatte. Die Frau des Hausvaters im Missionshaus Johann Georg Christian Büchelen vermittelte. Werner schrieb an Zeller: „Darf ich nun mit einer Bitte hervorrücken, bei der es mir darum zu tun ist, daß der Name des HErrn geehret und sein Reich gefördert werde? - Ich bitte Sie um das große Geschenk, mir - Ihre Tochter Therese zur Ehe zu geben. -“ Er legte ein Briefchen an die Tochter selbst bei und seinen Investitur-Lebenslauf. Als Zeller den Brief gelesen hatte, reichte er seiner Frau die Hand und sagte: „Dein Liebstes und Bestes gib her!“ Und als er hörte, daß Werner ein Enkel Israel Hartmanns sei, bemerkte er: „Das ist alter, echter Adel.“ Von den Eltern und der 22-jährigen Therese kam von Herzen das Jawort. Sobald er konnte, eilte Werner nach Beuggen; die persönliche Bekanntschaft und Verlobung der Brautleute, die sich kaum je gesehen hatten, im Oktober 1836 befestigte den Bund der Herzen. Die Trauung war ursprünglich in Effringen an Werners Wirkungsstätte vorgesehen, doch die damals verwickelten Ehegesetze hätten eine mehrmonatige Verzögerung bedingt. So fand die Hochzeit in Beuggen am 2. Februar 1837 statt. Der Hochzeitspredigt lag der 23. Psalm zugrunde. Die Hochzeitsreise fand wegen des kalten Wetters ihr natürliches Ziel im Effringer Pfarrhaus, wo die neue Pfarrfrau von den Schwägerinnen herzlich begrüßt wurde. 35 Jahre lebten Karl Werner und Therese Zeller in glücklichem Haus- und Ehestand. Die beiden Elternhäuser waren in ihrem Christenleben gleichgestimmt und schon 1881 rühmt der Sohn Samuel Werner, wie sich der Segen der Eltern auf Kinder und Enkel forterbt. Heute, nach weiteren 100 Jahren können wir dasselbe für viele Familien der 5. und 6. Generation bestätigen.

Auch nach dem Einzug der jungen Pfarrfrau blieben die beiden Werner-Schwestern in Effringen, die eine im Pfarrhaus, die andere zur Miete in einem befreundeten Bauernhaus. - Die älteste Schwester, Heinrike Plebst, die schon 1833 ihren Mann verloren hatte, führte das Geschäft ihres Gatten in Lauffen fort. Eine dritte ledige Schwester lebte zeitweise beim ältesten Bruder Ludwig, der damals Pfarrer in Erligheim bei Besigheim war und ein Jahr vor seinem Bruder die Ehe geschlossen hatte. Noch 1837 heiratete auch der jüngste Bruder Hermann, der sich in Ludwigsburg als praktischer Arzt niederließ und schon damals sein späteres Werk, die „Kinderheilanstalt“ im kleinen begann.

Immer blieb Werner, auch von Effringen aus, in regem Gedankenaustausch mit seinem alten Freund Pfleiderer, der inzwischen Pfarrer in Blaubeuren geworden war; neu und besonders wertvoll waren ihm die Briefe, die er mit seinem Schwiegervater Zeller wechselte. Seinem durch schriftstellerische Arbeiten belasteten Freund Barth kam er zu Hilfe, indem er ihm 1838 die Redaktion der „Basler Sammlungen“ abnahm. Werner betreute diese die Mission begleitende Zeitschrift bis 1862. Er hat für die Basler Sammlungen vor allem zahlreiche Lebensläufe schwäbischer Gottesmänner aus alter und neuerer Zeit, meist nach handschriftlichen Quellen, bearbeitet. Barth hatte 1838 sein Möttlinger Pfarramt aufgegeben, um in Calw seine ganze Kraft dem „Calwer Verlagsverein“, den hauptsächlich er gegründet hatte, zu widmen. Für die dort verlegten „Jugendblätter“ arbeitete Werner wichtige Beiträge, Erzählungen, Gespräche, biblische Fragen, Worträtsel aus. Die Nähe zu Effringen erlaubte den engen, persönlichen Gedankenaustausch. Barth, der vielfach von der kirchlichen Gestaltung der Glaubenslehre abwich, verstand sich sehr gut mit Werner, der seinerseits sich bemühte, statt ein von Menschen gemachtes System in die Schrift hineinzutragen, Schrift mit Schrift zu vergleichen und so Gottes Wort aus seinem eigenen Licht zu verstehen. Werner sah sich nicht unter den Glaubensbekenntnissen stehen, sondern unter dem Wort Gottes, das er aus der Bibel schöpfte. Beide blieben auch durch ihr Engagement für die Mission verbunden. Über Barth erhielt Werner Neuigkeiten aus Basel, die er in Missionsstunden weitergab. Auf vielen Missionsfesten, die damals allenthalben in Württemberg aufkamen, traten beide gemeinsam als Redner auf. Auch wurde Werner ein eifriger Förderer des Nagolder Missionsvereins unter seinem rührigen Leiter, dem Nagolder Apotheker Heinrich Zeller. Nach dem Tod des Inspektors Blumhardt war Werner sogar als dessen Nachfolger in der Leitung der Basler Mission ins Auge gefaßt. Nachfolger wurde aber dann Wilhelm Hoffmann, damals Pfarrer in Winnenden.

1841 trat die Gemeinde Großheppach im Remstal an Werner heran mit der Bitte, ihre Pfarrei zu übernehmen. Den Schwarzwald und die Nähe zu Calw und Barth zu verlassen, fiel Werner schwer, doch erhoffte er durch die verkehrsgünstigere Lage Großheppachs einen Ausgleich. Am Sonntag Misericordias Domini hielt er in der überfüllten Kirche in Schönbronn die Abschiedspredigt. Die Investitur in Großheppach mit den beiden Nachbargemeinden Kleinheppach und Gundelsbach war am Sonntag Rogate; hier wurde er mit seiner Familie von Anfang an mit großem Vertrauen und vieler Liebe empfangen. Zudem war nun die Entfernung zum Bruder Hermann in Ludwigsburg nicht weit, und Bruder Ludwig übernahm im gleichen Jahr die benachbarte Pfarrei Korb im Remstal. Die beiden unverheirateten Schwestern zogen von Effringen mit um und nahmen in Großheppach eine Wohnung. Auch in Großheppach hielt Werner Missionsstunden. Besonders der Schulunterricht und die Unterweisung der Konfirmanden machten ihm viel Freude, er fand lebhafte Resonanz. Seine Frau und seine Schwestern gründeten einen Arbeitsverein für die Mission. Das jährliche Missionsfest zog Hunderte von Besuchern an. Von Jahr zu Jahr konnte er mehr Erweckungen und Bekehrungen unter den Gemeindegliedern erleben. Nach einem Gespräch mit dem Missionar Felician von Zaremba widmete er sich besonders wieder der Betreuung der Männer in der Gemeinde. Zahlreiche Besuche, die meist mit der Mission in Berührung standen, kamen nach Großheppach, so auch die Schwiegereltern aus Beuggen, der Schwager Bischof Gobat aus Jerusalem. Ebenso wurde Werner durch sein Interesse an der Missionssache zu Reisen veranlaßt. An der Gründung der Schullehrerbildungsanstalt Tempelhof hatte er wesentlichen Anteil; in Lichtenstern, Winnenden und Stammheim war er als Redner beim Anstaltsfest begehrt. Die Wellen der Politik suchte Werner von seinem Haus fern zu halten. Er wurde 1848 zwar auf die Wahlliste zum deutschen Parlament gesetzt, lehnte aber eine Wahl ab. Die Teuerung von 1847 gab viel Arbeit: Das Waschhaus im Pfarrgarten wurde zur Suppenküche; Berge von Obst wurden gesammelt für Armenanstalten.

Zu den beiden in Effringen geborenen Söhnen wurden den Eltern in Heppach noch zwei Söhne und zwei Töchter geschenkt. Dazu kamen später in Fellbach noch zwei Töchter. Alle acht Kinder durften am Leben bleiben und wurden eine Freude der Eltern. Werners Erziehungsweise hatte eine gewisse Härte und Strenge, doch fühlten die Kinder, daß der Vater vor Gott wandle; davon blieb der Segen nicht aus. Alle acht Kinder gründeten eine Familie. Die heute lebende Nachkommenschaft ist kaum überschaubar.

Im Jahr 1848 hatte Werner einen erneuten Ruf als Vorsteher der Basler Missionsanstalt erhalten, einen Ruf, den er im Grunde gern angenommen hätte; doch zerschlug sich die Sache durch seine Unentschlossenheit. Daher folgte er bereitwillig der kurz darauf ergangenen Aufforderung, als Pfarrer nach Fellbach zu kommen. Auch in Fellbach existierte bereits ein lebhaftes pietistisches Gemeinschaftsleben, vor allem durch die Bekanntschaft einiger Brüder mit dem Gründer der Hahnschen Gemeinschaft, dem Bauern und Theosophen Michael Hahn in Sindlingen. Als Werner mit seiner Familie am 23. 10. 1849 dem (Postkutschen-)Omnibus entstieg und herzliche Begrüßungsworte sprach, standen auf den Straßen, die zu der auf einer Insel stehenden Kirche führen, die Menschen dicht gedrängt voll freudiger Erwartung. Pfarrer Werner leitete sogleich ein vielgestaltiges Gemeindeleben; er wurde dabei inzwischen von einem Vikar unterstützt (Friedrich[ „Am Sonntag, wo ich 318 Kommunikanten hatte, . . . hielt ich die Erntebetstunde am Abend auf dem Berg vor 1500-2000 Zuhörern. Es war herrlich. Die Kinder in der Mitte, mit denen ich zunächst redete, die reifen Erntefelder zu unseren Füßen, köstliche Luft, fröhliche Gesichter, Posaunenbläser spielten Loblieder. Ich sprach über: Suchet den Herrn, so werdet ihr leben.“ (Samuel Werner). Seine Sonntagspredigten waren gut besucht, auch von außerhalb. Zu den amtlichen Verrichtungen wie Hochzeitspredigten, Beerdigungen, kamen wie früher seine zahlreichen außeramtlichen Aufgaben - Basler Sammlungen, Missionsfestreden, Sitzungen für die Anstalt Tempelhof, Armengottesdienste, eine ausgedehnte Korrespondenz. Der Missionsgedanke hatte so festen Fuß gefaßt, daß im Februar ein jährliches Missionsfest gefeiert wurde. Abends hielt er an unterschiedlichen Tagen Erbauungsstunden für solche, die es wünschten. Dagegen nahm er an den Abendversammlungen der Gemeinschaftsgruppen (Hahnsche Gemeinschaft, Altpietisten, Herrnhuter) nicht regelmäßig teil; lange Zeit war am Sonntag Abend in 11 Häusern gleichzeitig Versammlung. Für die Armen wurde so reichlich gespendet, daß man 100 bis 150 Familien oder Personen aus der Umgegend mit Brot unterstützen konnte, für die Ortsarmen wurde eine Suppenanstalt gegründet.

Im Jahr 1860 können wir mit einer 15-jährigen Nichte, Marie Gobat, die in Jerusalem groß geworden war, einen Blick ins Fellbacher Pfarrhaus werfen: „Der erste Eindruck, den mir das schlichte Pfarrhaus machte, war ein äußerst einfacher; aber ich hatte mir vorgenommen, mich freudig an alles zu gewöhnen. Die Kost war auch ganz anders, als ich sie bisher gewöhnt war. Beim ersten Tee glaubte ich, man hätte den Tee vergessen; ebenso schien mir bei der ersten Suppe die Fleischbrühe zu fehlen - es war eben eine Wassersuppe, in der Brotschnitten aufgekocht waren. Man sprach von „Erdbire“, die dazu sollten gegessen werden. In meiner Unbedachtsamkeit wähnte ich, man spreche von Erdbeeren (es war aber erst April) und freute mich darauf. Bald merkte ich aber, daß von Kartoffeln die Rede gewesen war. Der Verkehr im Hause war aber ein so heimeliger und wohltuender, daß ich mich bald an alles gewöhnte, gerne half die Stuben kehren, Fenster und Bilder putzen. In der Küche lernte ich auch allerlei, und beim Wäschehängen, Zusammenlegen und Plätten konnte ich mich auch nützlich machen. Mit den englischen und französischen Stunden, die ich den Basen geben sollte, haperte es ein wenig; es wurde mir bald langweilig. Um von den einzelnen Bewohnern des Pfarrhauses etwas zu sagen, so nenne ich zuerst natürlich den Onkel. Er war ein großer, stattlicher Mann, mit sehr ernstem Gesichtsausdruck. Er konnte aber auch sehr humoristisch und witzig sein und liebte ein fröhliches Wesen bei uns jungen Leuten. Seine Predigten waren sehr tief, erwecklicher Natur, - und sonntags strömten viele Leute weit her in die Kirche; meist kamen dazu auch Bekannte, sogar von Stuttgart, die dann alle im Pfarrhaus bewirtet wurden. Da war der Mittagstisch oft sehr groß; das stereotype Essen: Reissuppe, Fleisch, geröstete Kartoffeln und Salat genügte aber immer; zum Dessert kam dann meist noch ein guter Kuchen dazu, bei dessen Zubereitung ich hatte helfen dürfen. Tante Therese - eine liebe, demütige, äußerst bescheidene Haus- und Pfarrfrau werde ich nie vergessen. Nie dachte sie an sich selbst; in stiller, anspruchsloser Weise ging sie ihren Weg. Sie war vielfach ausgelacht worden in ihrer Jugend, ihres unscheinbaren Äußern wegen schon und dann auch um ihrer etwas mangelhaften Ausbildung willen. Aber ihre tiefe, wahre Frömmigkeit ersetzte jeden Mangel und machte sie allen denen liebenswürdig, die näher mit ihr in Berührung kamen ...“

Im Herbst 1852 konnte der älteste Sohn Samuel, - zusammen mit einem Sohn von Albert Knapp - ins Seminar Schöntal eintreten, die Söhne Gotthilf und Israel kamen zur weiteren schulischen Ausbildung in befreundete Häuser nach Esslingen (zu Oberamtsrichter Schmid) und Stuttgart (Kaufmann Friedrich Chevalier im Häringschen Haus). Die 50er Jahre brachten für Pfarrer Werner vermehrte Aufgaben, die mit seinem Amt in losem Zusammenhang standen, so die Vorstandschaft des Kinderrettungsvereins und des Missionsvereins im Cannstatter Bezirk; dazu kamen die monatlichen Gemeinschaftskonferenzen im Häringschen Haus in Stuttgart, deren Vorstand er 1857 wurde sowie die Herausgabe des pietistischen Gemeinschaftsblattes seit 1859. Die Gemeinschaftskonferenzen wurden ins Leben gerufen, um „in Lauterkeit, Einigkeit und Freiheit“ den Zusammenhalt mit Gemeinschaften an anderen Orten zu pflegen und die Gemeinden zu stärken. Ein erster Bruder wurde ausgesandt, um verstreute Gemeinschaften im Schwarzwald zu besuchen. Dem Zusammenhalten diente auch das Gemeinschaftsblatt. Reisen führten Werner zum Basler Missionsfest, 1852 nach Bremen, 1853 nach Berlin aus Anlaß der Kirchentage und sonstiger Reichsgottesversammlungen. Eine erste Erholungsreise konnte er 1857 in die Schweiz auf den Rigi machen.

Inzwischen hatte ganz augenscheinlich der Ruf zur Heidenmission auch Werners Verwandte erfaßt. Zehn Töchter, Neffen und Nichten von Karl und Therese Werner wurden Missionare oder folgten als Ehepartner einem Missionar in die Ferne. Und in der Folgegeneration lassen sich leicht 15 Familienglieder finden, die in aller Welt im Dienst der Mission standen.

Die anderen Kinder von Karl und Therese Werner verließen ebenfalls nach und nach das Haus. Der älteste Sohn Samuel war nach Ende seines Theologiestudiums Vikar zunächst bei seinem Onkel Christian Pfleiderer in Warmbronn, dann seit 1862 acht Jahre lang beim Vater in Fellbach, und wurde schließlich auf die Pfarrstelle seines Vaters in Effringen nominiert. Der zweite, Gotthilf hatte Naturwissenschaften studiert und als Lehrer am Polytechnikum in Stuttgart eine Stelle gefunden; er kam meist an Sonntagen heraus nach Fellbach. Der dritte Sohn, Israel war Kaufmann 1865 in Paris, 1868 in London geworden. Die Töchter waren zur Ausbildung in befreundeten Häusern. Sophie heiratete Karl Elsäßer, einen ehemaligen Vikar des Vaters; Tabitha den Pfarrer Paul Langbein in Enzklösterle; der Sohn Heinrich war für kurze Zeit Vikar bei seinem Vater und wurde dann Pfarrer in Vaihingen an der Enz.

1862 verlor Karl Werner seinen Herzensfreund Christian Gottlob Barth. Ihm widmete er in den folgenden Jahren eine breit angelegte Biographie, in der er Barths vielfache Verflechtung mit der Erweckungsbewegung nachzeichnete. Wenig später verlor er seinen Nagolder Freund Dr. Heinrich Zeller, seinen Mitstreiter für die Sache der Mission und Freund der pietistischen Gemeinschaft. 1867 stand er am Sterbebett seines geliebten Freundes und Schwagers Christian Pfleiderer, der ihn während seiner Blaubeurer Zeit zu einem lebendigen Christentum geführt hatte.

Zu Beginn des Jahres 1869, kurz nachdem Barths Biographie abgeschlossen war, ereilte Werner ein leichter Schlaganfall, der mit einem Herzleiden in Verbindung stand und ihn zur Ruhe mahnte. In den folgenden Jahren fingen beengende Krampfanfälle in Brust und Hals an. Im Krieg gegen Frankreich begrüßte er nicht so sehr den Sieg der deutschen Waffen, vielmehr sah er das Heer der Toten und Verletzten, die er auf beiden Seiten forderte. Sein Sinnen war auf Versöhnung und tätige Liebe gerichtet; so schrieb er nach der Einnahme von Straßburg an die Buchhändler-Witwe Berger-Levrault, in deren Verlag zahlreiche christliche Schriften erschienen sind, und an deren Tochter Lucie Berger: „In den Tagen des Leidens fühlen wir uns Euch, teure Freunde, verbunden. ... Der Weltmensch sagt: Zweierlei Nationalitäten, zweierlei Interessen! Aber wir Christen denken anders, denn wir gehören einem Herrn und einem Volk an.“

Aus Rücksicht auf seine Gesundheit mußte Werner immer mehr Amtsgeschäfte an seinen Vikar abgeben - 1871 war es der Sohn Heinrich. Trotz seiner Krampfanfälle konnte er aber immer wieder predigen bis in die Osterzeit 1872. Den Tod vor Augen ließ er im Gemeinschaftsblatt noch eine Mahnung an die Brüder und Schwestern zum Zusammenhalten ausgehen. Das war die Mainummer, in der dann seine Todesanzeige stand. Den Konfirmationstag (21. April) erlebte er noch tätig mit, hatte dienstags eine Hochzeitspredigt gehalten und für den Donnerstag eine weitere Hochzeit vorbereitet. Doch in der Nacht vom 23. zum 24. April entschlief Karl Werner mit dem Ausruf: O Jesu! auf den Lippen. Sein Freund und Bruder Pfarrer Carl Theurer aus Stuttgart hielt die Leichenpredigt über den Text: Ich lebe, und ihr sollt auch leben! „Der Herr hat ihn, der im Leben viel geseufzt hat, hinziehen lassen zwischen Jubilate und Cantate.“ Sein noch heute erhaltener Grabstein in Fellbach trägt als Inschrift das Motto der Leichenpredigt.

Werners Frau Therese Zeller, die ein Menschenleben lang seine vielfältigen Aufgaben und Projekte in der Gemeinde, im Einsatz für die Mission und das Gemeinschaftsleben mitgetragen hat, blieb in dem Lebensbericht Karl Werners ganz im Hintergrund. Und doch können wir nachvollziehen, daß er seine ganze Persönlichkeit immer nur deshalb voll und überall einsetzen konnte, weil ihm seine gleichgesinnte, in Liebe verbundene Gattin zur Seite stand, sein Werk mittrug. Therese Werner zog im Alter nach Tübingen zu ihren Kindern Sophie und Karl Elsäßer und schloß erst 22 Jahre nach ihrem Gatten 1894 die Augen.

Schriften von Karl Friedrich Werner
-
Chasida, Ein Gemälde nach der biblischen Geschichte, Für Christenkinder entworfen. Basel 1840
- (Johann Albrecht Bengel), Gnomon oder Zeiger des Neuen Testaments. Eine Auslegung desselben in fortlaufenden Anmerkungen.
  In deutscher  Sprache hrsg. von C. F. Werner. Mit Vorrede von Prälat KapfF. 2 Bde. Stuttgart 1853; 3. Auflage 1876
- Johann Albrecht Bengel, Schatzkästlein zur Führung des geistlichen Amtes. Nach dessen Gnomon des Neuen Testaments. Aus den Papieren
  des sel. Pfarrers Flattich deutsch mitgeteilt von C. F. Werner. Ludwigsburg 1860
- Harmonie der vier Evangelisten nach Bengels deutschem Neuen Testament. Ludwigsburg 1862
- Christian Gottlob Barth, Doctor der Theologie. Nach seinem Leben und Wirken gezeichnet. 3 Bde. Calw, Stuttgart 1865/1869
- Johann Albrecht Bengel, Auslegung des Neuen Testaments oder kleiner Gnomon. Auszug aus dem großen Werk, deutsch bearbeitet von
  Carl Fr. Werner. Basel 1866-1867; 3. Auflage Basel 1876
- Johann Albrecht Bengel's Auslegung der Briefe Pauli an die Corinther. Aus dessen Gnomon in deutscher Sprache
  hrsg. von Carl Friedrich Werner. Basel 1875
- Zahlreiche biographische Aufsätze in den „Sa] Völter, später Inspektor in Tempelhof). Der zusammen mit dem Schulmeister Auberlen dreistimmig, nach dem Ziffersystem geübte Gesang der Schuljugend wurde zum wichtigen Bestandteil der Erziehung. Die Kinderstunden - mit mehreren hundert Kindern fanden im Sommer auf der Höhe des Kappelberges statt, vielfach von Erwachsenen begleitet. Im August 1850 schrieb Werner an seinen Freund Barth: „Am Sonntag, wo ich 318 Kommunikanten hatte, . . . hielt ich die Erntebetstunde am Abend auf dem Berg vor 1500-2000 Zuhörern. Es war herrlich. Die Kinder in der Mitte, mit denen ich zunächst redete, die reifen Erntefelder zu unseren Füßen, köstliche Luft, fröhliche Gesichter, Posaunenbläser spielten Loblieder. Ich sprach über: Suchet den Herrn, so werdet ihr leben.“
(Samuel Werner). Seine Sonntagspredigten waren gut besucht, auch von außerhalb. Zu den amtlichen Verrichtungen wie Hochzeitspredigten, Beerdigungen, kamen wie früher seine zahlreichen außeramtlichen Aufgaben - Basler Sammlungen, Missionsfestreden, Sitzungen für die Anstalt Tempelhof, Armengottesdienste, eine ausgedehnte Korrespondenz. Der Missionsgedanke hatte so festen Fuß gefaßt, daß im Februar ein jährliches Missionsfest gefeiert wurde. Abends hielt er an unterschiedlichen Tagen Erbauungsstunden für solche, die es wünschten. Dagegen nahm er an den Abendversammlungen der Gemeinschaftsgruppen (Hahnsche Gemeinschaft, Altpietisten, Herrnhuter) nicht regelmäßig teil; lange Zeit war am Sonntag Abend in 11 Häusern gleichzeitig Versammlung. Für die Armen wurde so reichlich gespendet, daß man 100 bis 150 Familien oder Personen aus der Umgegend mit Brot unterstützen konnte, für die Ortsarmen wurde eine Suppenanstalt gegründet.

Im Jahr 1860 können wir mit einer 15-jährigen Nichte, Marie Gobat, die in Jerusalem groß geworden war, einen Blick ins Fellbacher Pfarrhaus werfen: „Der erste Eindruck, den mir das schlichte Pfarrhaus machte, war ein äußerst einfacher; aber ich hatte mir vorgenommen, mich freudig an alles zu gewöhnen. Die Kost war auch ganz anders, als ich sie bisher gewöhnt war. Beim ersten Tee glaubte ich, man hätte den Tee vergessen; ebenso schien mir bei der ersten Suppe die Fleischbrühe zu fehlen - es war eben eine Wassersuppe, in der Brotschnitten aufgekocht waren. Man sprach von „Erdbire“, die dazu sollten gegessen werden. In meiner Unbedachtsamkeit wähnte ich, man spreche von Erdbeeren (es war aber erst April) und freute mich darauf. Bald merkte ich aber, daß von Kartoffeln die Rede gewesen war. Der Verkehr im Hause war aber ein so heimeliger und wohltuender, daß ich mich bald an alles gewöhnte, gerne half die Stuben kehren, Fenster und Bilder putzen. In der Küche lernte ich auch allerlei, und beim Wäschehängen, Zusammenlegen und Plätten konnte ich mich auch nützlich machen. Mit den englischen und französischen Stunden, die ich den Basen geben sollte, haperte es ein wenig; es wurde mir bald langweilig. Um von den einzelnen Bewohnern des Pfarrhauses etwas zu sagen, so nenne ich zuerst natürlich den Onkel. Er war ein großer, stattlicher Mann, mit sehr ernstem Gesichtsausdruck. Er konnte aber auch sehr humoristisch und witzig sein und liebte ein fröhliches Wesen bei uns jungen Leuten. Seine Predigten waren sehr tief, erwecklicher Natur, - und sonntags strömten viele Leute weit her in die Kirche; meist kamen dazu auch Bekannte, sogar von Stuttgart, die dann alle im Pfarrhaus bewirtet wurden. Da war der Mittagstisch oft sehr groß; das stereotype Essen: Reissuppe, Fleisch, geröstete Kartoffeln und Salat genügte aber immer; zum Dessert kam dann meist noch ein guter Kuchen dazu, bei dessen Zubereitung ich hatte helfen dürfen. Tante Therese - eine liebe, demütige, äußerst bescheidene Haus- und Pfarrfrau werde ich nie vergessen. Nie dachte sie an sich selbst; in stiller, anspruchsloser Weise ging sie ihren Weg. Sie war vielfach ausgelacht worden in ihrer Jugend, ihres unscheinbaren Äußern wegen schon und dann auch um ihrer etwas mangelhaften Ausbildung willen. Aber ihre tiefe, wahre Frömmigkeit ersetzte jeden Mangel und machte sie allen denen liebenswürdig, die näher mit ihr in Berührung kamen ...“

Im Herbst 1852 konnte der älteste Sohn Samuel, - zusammen mit einem Sohn von Albert Knapp - ins Seminar Schöntal eintreten, die Söhne Gotthilf und Israel kamen zur weiteren schulischen Ausbildung in befreundete Häuser nach Esslingen (zu Oberamtsrichter Schmid) und Stuttgart (Kaufmann Friedrich Chevalier im Häringschen Haus). Die 50er Jahre brachten für Pfarrer Werner vermehrte Aufgaben, die mit seinem Amt in losem Zusammenhang standen, so die Vorstandschaft des Kinderrettungsvereins und des Missionsvereins im Cannstatter Bezirk; dazu kamen die monatlichen Gemeinschaftskonferenzen im Häringschen Haus in Stuttgart, deren Vorstand er 1857 wurde sowie die Herausgabe des pietistischen Gemeinschaftsblattes seit 1859. Die Gemeinschaftskonferenzen wurden ins Leben gerufen, um „in Lauterkeit, Einigkeit und Freiheit“ den Zusammenhalt mit Gemeinschaften an anderen Orten zu pflegen und die Gemeinden zu stärken. Ein erster Bruder wurde ausgesandt, um verstreute Gemeinschaften im Schwarzwald zu besuchen. Dem Zusammenhalten diente auch das Gemeinschaftsblatt. Reisen führten Werner zum Basler Missionsfest, 1852 nach Bremen, 1853 nach Berlin aus Anlaß der Kirchentage und sonstiger Reichsgottesversammlungen. Eine erste Erholungsreise konnte er 1857 in die Schweiz auf den Rigi machen.

Inzwischen hatte ganz augenscheinlich der Ruf zur Heidenmission auch Werners Verwandte erfaßt. Zehn Töchter, Neffen und Nichten von Karl und Therese Werner wurden Missionare oder folgten als Ehepartner einem Missionar in die Ferne. Und in der Folgegeneration lassen sich leicht 15 Familienglieder finden, die in aller Welt im Dienst der Mission standen.

Die anderen Kinder von Karl und Therese Werner verließen ebenfalls nach und nach das Haus. Der älteste Sohn Samuel war nach Ende seines Theologiestudiums Vikar zunächst bei seinem Onkel Christian Pfleiderer in Warmbronn, dann seit 1862 acht Jahre lang beim Vater in Fellbach, und wurde schließlich auf die Pfarrstelle seines Vaters in Effringen nominiert. Der zweite, Gotthilf hatte Naturwissenschaften studiert und als Lehrer am Polytechnikum in Stuttgart eine Stelle gefunden; er kam meist an Sonntagen heraus nach Fellbach. Der dritte Sohn, Israel war Kaufmann 1865 in Paris, 1868 in London geworden. Die Töchter waren zur Ausbildung in befreundeten Häusern. Sophie heiratete Karl Elsäßer, einen ehemaligen Vikar des Vaters; Tabitha den Pfarrer Paul Langbein in Enzklösterle; der Sohn Heinrich war für kurze Zeit Vikar bei seinem Vater und wurde dann Pfarrer in Vaihingen an der Enz.

1862 verlor Karl Werner seinen Herzensfreund Christian Gottlob Barth. Ihm widmete er in den folgenden Jahren eine breit angelegte Biographie, in der er Barths vielfache Verflechtung mit der Erweckungsbewegung nachzeichnete. Wenig später verlor er seinen Nagolder Freund Dr. Heinrich Zeller, seinen Mitstreiter für die Sache der Mission und Freund der pietistischen Gemeinschaft. 1867 stand er am Sterbebett seines geliebten Freundes und Schwagers Christian Pfleiderer, der ihn während seiner Blaubeurer Zeit zu einem lebendigen Christentum geführt hatte.

Zu Beginn des Jahres 1869, kurz nachdem Barths Biographie abgeschlossen war, ereilte Werner ein leichter Schlaganfall, der mit einem Herzleiden in Verbindung stand und ihn zur Ruhe mahnte. In den folgenden Jahren fingen beengende Krampfanfälle in Brust und Hals an. Im Krieg gegen Frankreich begrüßte er nicht so sehr den Sieg der deutschen Waffen, vielmehr sah er das Heer der Toten und Verletzten, die er auf beiden Seiten forderte. Sein Sinnen war auf Versöhnung und tätige Liebe gerichtet; so schrieb er nach der Einnahme von Straßburg an die Buchhändler-Witwe Berger-Levrault, in deren Verlag zahlreiche christliche Schriften erschienen sind, und an deren Tochter Lucie Berger: „In den Tagen des Leidens fühlen wir uns Euch, teure Freunde, verbunden. ... Der Weltmensch sagt: Zweierlei Nationalitäten, zweierlei Interessen! Aber wir Christen denken anders, denn wir gehören einem Herrn und einem Volk an.“

Aus Rücksicht auf seine Gesundheit mußte Werner immer mehr Amtsgeschäfte an seinen Vikar abgeben - 1871 war es der Sohn Heinrich. Trotz seiner Krampfanfälle konnte er aber immer wieder predigen bis in die Osterzeit 1872. Den Tod vor Augen ließ er im Gemeinschaftsblatt noch eine Mahnung an die Brüder und Schwestern zum Zusammenhalten ausgehen. Das war die Mainummer, in der dann seine Todesanzeige stand. Den Konfirmationstag (21. April) erlebte er noch tätig mit, hatte dienstags eine Hochzeitspredigt gehalten und für den Donnerstag eine weitere Hochzeit vorbereitet. Doch in der Nacht vom 23. zum 24. April entschlief Karl Werner mit dem Ausruf: O Jesu! auf den Lippen. Sein Freund und Bruder Pfarrer Carl Theurer aus Stuttgart hielt die Leichenpredigt über den Text: Ich lebe, und ihr sollt auch leben! „Der Herr hat ihn, der im Leben viel geseufzt hat, hinziehen lassen zwischen Jubilate und Cantate.“ Sein noch heute erhaltener Grabstein in Fellbach trägt als Inschrift das Motto der Leichenpredigt.

Werners Frau Therese Zeller, die ein Menschenleben lang seine vielfältigen Aufgaben und Projekte in der Gemeinde, im Einsatz für die Mission und das Gemeinschaftsleben mitgetragen hat, blieb in dem Lebensbericht Karl Werners ganz im Hintergrund. Und doch können wir nachvollziehen, daß er seine ganze Persönlichkeit immer nur deshalb voll und überall einsetzen konnte, weil ihm seine gleichgesinnte, in Liebe verbundene Gattin zur Seite stand, sein Werk mittrug. Therese Werner zog im Alter nach Tübingen zu ihren Kindern Sophie und Karl Elsäßer und schloß erst 22 Jahre nach ihrem Gatten 1894 die Augen.

Schriften von Karl Friedrich Werner
-
Chasida, Ein Gemälde nach der biblischen Geschichte, Für Christenkinder entworfen. Basel 1840
- (Johann Albrecht Bengel), Gnomon oder Zeiger des Neuen Testaments. Eine Auslegung desselben in fortlaufenden Anmerkungen.
  In deutscher  Sprache hrsg. von C. F. Werner. Mit Vorrede von Prälat KapfF. 2 Bde. Stuttgart 1853; 3. Auflage 1876
- Johann Albrecht Bengel, Schatzkästlein zur Führung des geistlichen Amtes. Nach dessen Gnomon des Neuen Testaments. Aus den Papieren
  des sel. Pfarrers Flattich deutsch mitgeteilt von C. F. Werner. Ludwigsburg 1860
- Harmonie der vier Evangelisten nach Bengels deutschem Neuen Testament. Ludwigsburg 1862
- Christian Gottlob Barth, Doctor der Theologie. Nach seinem Leben und Wirken gezeichnet. 3 Bde. Calw, Stuttgart 1865/1869
- Johann Albrecht Bengel, Auslegung des Neuen Testaments oder kleiner Gnomon. Auszug aus dem großen Werk, deutsch bearbeitet von
  Carl Fr. Werner. Basel 1866-1867; 3. Auflage Basel 1876
- Johann Albrecht Bengel's Auslegung der Briefe Pauli an die Corinther. Aus dessen Gnomon in deutscher Sprache
  hrsg. von Carl Friedrich Werner. Basel 1875
- Zahlreiche biographische Aufsätze in den „Sammlungen für Liebhaber christlicher Wahrheit und Gottseligkeit“ 1854-1861.


(In dieser Internet-Fassung wurden die Anmerkungen weggelassen)

(c) 2006, Martinszeller Verband, Germany, Alle Rechte vorbehalten. Drucken Nach oben