Familie Zeller aus Martinszell  
 
Mittwoch, 27.03.2019

Grabsteine und Epitaphien ind der Klosterkirche in Bebenhausen

 Epitahien der Äbte Jakob Hailbronner (1548-1619) und Johann Andreas Hochstetter (1637-1720)

 
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Jakob Hailbronner
(linke Seite)
geboren am 15. 8. 1548 in Eberdingen, wurde 1616 Abt von Bebenhausen. In 1. Ehe war er mit Catharina Weickersreuter, einer Tochter des ersten evangelischen Abts von Hirsau, verheiratet. Nach deren Tod (1615) heiratete er 1617 Cordula, die Witwe des Tübinger Bürgers Peter Stammler. Hailbronner war ein energischer Streiter gegen Katholiken und Calvinisten und veröffentlichte mehrere Schriften. Sein Grabstein ist nicht erhalten, Gmelin überliefert aber dessen Inschrift (Nr. 62).


 

Johann Andreas Hochstetter
(rechte Seite)
trat sein Bebenhäuser Amt 1689 an. Er war ein bedeutender Vertreter des Pietismus, man nannte ihn den »württembergischen Spener«. Als dreizehnjähriges Kind hatte er die nach dem 30jährigen Krieg soeben wieder eröffnete Klosterschule in Bebenhausen bereits besucht. 1666 heiratete er in 2. Ehe Anna Katharina Linde. Der aus dieser Verbindung stammende zweitjüngste Sohn Christian wurde sein Nachfolger in Bebenhausen. Über Hochstetters Tod im 84. Lebensjahr wird berichtet: »Als er das Ende seines Lebens herannahen fühlte, sagte er zu den Seinigen, er wolle aufstehen von dem Bette, man möge ihm seinen Talar anlegen, einem Streiter Christi gezieme es, gerüstet dem Tode entgegenzutreten und ihm ins Angesicht zu sehen. Und so, stehend und aufrecht, erwartete er den Tod.«

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