Familie Zeller aus Martinszell  
 
Mittwoch, 27.03.2019

Apostolische Theologie und Verkündigung –
Heinrich Wilhelm Josias Thiersch und Bertha Marie Zeller

in: Herbert Leube, Familie und Christliche Diakonie, Familienkreis und Nachkommenschaft von Christian Heinrich Zeller und Sophie Siegfried, Sonderveröffentlichungen des Martinszeller Verbandes e.V. Nr. 15, Lahr 1999, S. 140-155

 
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                                  Bertha M. Zeller 1818-1868                 Heinrich W. J. Thiersch 1817-1885

 

Zu Pfingsten 1838 wurde der gerade 20-jährige, soeben in München zum Doktor der Philosophie promovierte Heinrich W. J. Thiersch als Lehrer an die evangelische Missionsanstalt in Basel berufen. Von dort aus kam er in engeren Kontakt mit der Familie Zeller in Beuggen, dort fand er zwei Jahre später seine Lebensgefährtin.

 

Heinrich Thierschs Elternhaus

Heinrich Thiersch entstammte einer Münchner Gelehrtenfamilie. Seinem Vater Friedrich von Thiersch soll der älteste Sohn Heinrich im Äußeren sehr ähnlich gewesen sein: „Auf der hohen, gebieterischen Stirn die Würde, auf den starken Brauen der Ernst, im lichten Auge die Milde und Heiterkeit.“ Die äußere Ähnlichkeit hatte ihre Ursache wohl in einer Wesensübereinstimmung von Vater und Sohn.

Der Vater Friedrich Wilhelm Thiersch war der Sohn des Bäckers und Dorfschulzen, seine Mutter die Pfarrerstochter in Kirchscheidungen in der güldenen Aue. Die Grundlagen für seine große philologische Gelehrsamkeit hatte er auf dem berühmten Gymnasium Schulpforta gelegt. Auf der Universität Leipzig studierte er Theologie, wandte sich aber bald von der damals herrschenden rationalistischen Richtung ab und wurde ein eifriger Schüler des klassischen Philologen Gottfried Hermann..Daneben trieb er Philosophie und Ästhetik, beendete aber seinen Leipziger Aufenthalt 1807 mit dem theologischen Examen. 1807-1809 studierte er in Göttingen bei dem Philologen Heyne, lehrte daneben am Gymnasium, wurde 1807 zum Dr. theol., 1808 zum Dr. phil. promoviert, habilitierte sich und begann mit philologischen Vorlesungen. Mit 25 Jahren erhielt er einen Ruf nach München ans Gymnasium, dann ans Lyzeum. Unter dem seit 1799 als Kurfürst, seit 1806 als König von Bayern in München regierenden Max Joseph von Pfalz-Zweibrücken waren bedeutende protestantische Gelehrte an die Münchner Akademie berufen worden, darunter die Philosophen Friedrich Jacobi und Fr. Wilh. J. Schelling, der Rechtswissenschaftler Friedrich Roth sowie Niethammer für das Schulwesen. In diesen Kreis trat Thiersch als Philologe ein. So entschieden kämpfte er für das Studium der alten Sprachen, daß er 1811 kaum einem Attentat auf sein Leben entging. Im selben Jahr gründete er das philologische Seminar, seine Hauptwirkungsstätte für fast 50 Jahre. Unzählige bayerische Gymnasiallehrer sind aus diesem Seminar hervorgegangen; so ging Friedrich Thiersch der Ruf des „praezeptor bavariae“ voraus. Als Lehrer der königlichen Prinzessinnen, darunter die spätere Frau von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, fand er das Vertrauen des Königs Max Joseph. Nach dem Friedensschluß von 1814/1815 gelang es ihm, in Paris die von den Franzosen geraubten Kunstschätze und Manuskripte für Bayern wiederzugewinnen. Als 1826 durch Verlegung der Universität Landshut die Münchner Akademie zur Universität erhoben wurde, blühte sie weiter auf. 33 Jahre hat hier Thiersch als Professor der klassischen Philologie und Altertumskunde gelehrt. Zahlreiche Reisen nach Griechenland und Italien sowie zu den Antikensammlungen von Paris und London machten ihm das Bücherwissen lebendig. Seine feurige Beredsamkeit, sein anschaulicher Vortrag auf der Basis seiner profunden philologischen Bildung machten ihn zu einem hoch angesehenen Lehrer und Altertumswissenschaftler. Thiersch war 1829 und 1848 Rektor der Universität, 1838 wurde er Präsident der von ihm gegründeten Philologenversammlung, seit 1848 war er Präsident der Akademie der Wissenschaften. Mit dem Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone (1850) war der persönliche Adel verbunden.

Ebensosehr wie Friedrich Thiersch als Philologe und Archäologe hervorragte, war er um das Unterrichtswesen bemüht, Mängel der höheren Lehranstalten zu beheben und die Gymnasialausbildung zu reformieren auf der Basis eines gründlichen Studiums der klassischen Sprachen in drei Stufen: Lateinschule, Gymnasium, Universität. Muster fand er in der württembergischen Lateinschule, dem Gymnasium von Schulpforta und der Universität zu Göttingen. Neben das Gymnasium sollten die Realschule und die polytechnische Anstalt treten. Für die Universität wurde von ihm die - bisher unübliche, Freiheit ohne Studienzwang und ohne regelmäßige Prüfungen sowie die freie Berufung akademischer Lehrer gefordert. Die Universität München wurde auf der Grundlage dieser Vorschläge für andere deutsche Hochschulen Vorbild. Mit seinen Bemühungen um ein ideales Bildungsziel stand er in heftigem Gegensatz zu den der 48er Revolution nahestehenden Realisten, die sich der christlichen Religion ebenso entfremdet zeigten wie dem Studium des Altertums. Hierin folgte ihm, wie wir später sehen werden, in gleichem Sinn sein Sohn Heinrich.

Ehe wir uns dem Sohn Heinrich Thiersch zuwenden, sei noch kurz die Rolle des Vaters im griechischen Befreiungskampf erwähnt. Nach jahrelangem Kampf der Griechen gegen die Türken, in den schließlich auch die europäischen Großmächte eingegriffen hatten, erkannte die Türkei im Frieden von Adrianopel 1828 die Forderung der Großmächte nach griechischer Unabhängigkeit an. Für und gegen den zum Präsidenten gewählten Grafen Kapodistrias bildeten sich zwei Parteien, ein Bürgerkrieg brach aus. Thiersch hatte von Anfang an Sympathie für den griechischen Befreiungskampf gehegt, er verglich ihn mit dem deutschen Befreiungskrieg. Am 10. 11. 1829 schlug er den Großmächten einen jungen europäischen Prinzen als Herrscher für Griechenland vor und verwies dabei auf Otto von Bayern. Kapodistrias, den Thiersch 1814 in Wien kennen gelernt hatte, sollte unter ihm Präsident bleiben. 1831 reiste Thiersch als Privatmann und Gelehrter nach Griechenland. Als Philhellene wurde er aber sogleich politisch tätig. Aufgrund seiner genauen Kenntnis der Sprache und der politischen Verhältnisse konnte er seinem König einen wahren Bericht der Sachlage schicken. Während Thierschs Aufenthalt in Griechenland wurde Kapodistrias im Herbst 1831 ermordet. Der Bürgerkrieg entfesselte sich neu. Da baten die Residenten und Admirale der Großmächte Thiersch, der das Vertrauen der Griechen besaß, um einen Vermittlungsversuch. Durch seine sachgemäßen Vorschläge, sein persönliches Auftreten zwischen den feindlich anrückenden Parteien unter Kolettis und Kolokotronis bei Nauplia am 10. 4. 1832, durch seinen Mut und seine Beredsamkeit gelang es ihm, Gewalttaten zu vermeiden und eine friedliche Einigung herbeizuführen. Die ihm daraufhin von den Griechen angebotene Präsidentschaft lehnte Thiersch ab. Otto wurde von der griechischen Nationalversammlung als König bestätigt; Thiersch brachte die Urkunde nach München. Otto betrat am 6. 2. 1833 griechischen Boden. Thierschs Verdienste sind unvergessen, der Sohn Heinrich schrieb eine Geschichte Griechenlands jener Tage, der Sohn Ludwig schmückte die Nikodemuskirche in Athen mit Fresken, der Enkel Friedrich entwarf einen Rekonstruktionsplan für Olympia.

Friedrich Thiersch hatte 1816 in Nürnberg Amalie, die Tochter des Gothaer Generalsuperintendenten Josias Löffler geheiratet, die ihm von 1817 bis 1827 sieben Kinder schenkte. Sie blieb über Jahrzehnte der Mittelpunkt der Familie; sie starb 84-jährie 1878, von 60 Kindern und Kindeskindern betrauert. Heinrich war der Alteste. Tochter Lina verheiratete sich mit dem Erlanger Philosophen Prof. Emil August von Schaden, dem früh (1852) verstorbenen intimen Freund Heinrichs. Der Schadensche Enkel August von Parseval wurde später als der Erfinder des lenkbaren Luftschiffs bekannt. Friedrich von Thierschs Sohn Karl wurde als Chirurg Professor in Leipzig, er heiratete Johanna, Tochter des Chemikers Justus von Liebig, der später in München Thiersch im Präsidium der Akademie der Wissenschaften nachfolgte. Der Sohn Ludwig ging als Historienmaler in die Kunstgeschichte ein; er wurde Professor der Kunstakademie Athen und lehrte in München. Die jüngste Tochter verheiratete sich mit dem Eisenbahnpräsidenten Friedrich Petri.

 

Jugend und Studienzeit

Heinrich Thiersch erzählt selbst: „Ich wurde 1817 in der teuren Zeit, wenige Tage nach dem Reformationsjubiläum in München geboren. Paten waren der Philosoph Schelling und der Jurist Friedrich Roth. Mit vier Jahren lernte ich von meiner zärtlich liebenden Mutter lesen und schreiben. Als ich sechs war, wurde ich durch eine Erkältung am rechten Fuß gelähmt (Kinderlähmung ?), und eine unheilbare Schwäche blieb zurück“ (Wigand). - Der frühreife Junge studierte mit sechs Jahren die lateinische Grammatik, mit sieben besuchte er eine lateinische Privatschule; der Vater las mit ihm kleine Oden von Horaz und führte ihn ins Griechische ein. Als 10-jähriger trat er ins neu gegründete Ludwigsgymnasium ein. Besonders rühmend gedenkt er eines Aufenthaltes in der Lateinschule in Nürtingen 1829. „Ich hatte das Glück, eine Schule der trefflichen altwürttembergischen Art zu besuchen; Rektor Planck legte allen Nachdruck aufs Lateinische. Mit wahrem Vergnügen lernte ich die Anfangsgründe des Hebräischen. Von der Quälerei und dem nichtigen Tand deutscher Aufsätze wußten wir nichts, und doch lernten wir Deutsch, indem wir die lateinischen Schriftsteller sorgfältig übersetzten. Nur eine düstere Erinnerung ist mir geblieben an die altwürttembergischen Tatzen.“ (Wigand). Nach seiner Rückkehr nach München besuchte er das alte Wilhelmsgymnasium. Entscheidend für seine spätere philologische Ausrichtung wurde der Unterricht des außerordentlich fordernden und dadurch fördernden Philologen Leonhard Sprengel. Seine theologische Bestimmung wurde durch das katechetische Talent, die väterliche Einwirkung des Oberkonsistorialrats Dr. Böckh entschieden, von dem Heinrich 1832 konfirmiert wurde, in dem Jahr, in dem sein Vater in Griechenland weilte. Als begeisterter Adept der antiken Ideale legte er 1833 mit 16 Jahren das Abitur ab, nachdem er im Gymnasium nebenher Italienisch und privatim Französisch gelernt hatte. Heinrich pries es als Glück, daß er gleich zu Beginn seines Universitätsstudiums in München Schelling, den Naturkundler Gotthilf Heinrich Schubert und seinen Vater zu hören bekam, und stürzte sich mit großem Elan in ein freies, breites Studieren. Sein hauptsächlicher Leiter wurde dabei sein Vater. Seinen Anschluß an die Schellingsche Philosophie förderte sein Freund Emil von Schaden, der später als Philosoph in Erlangen sein Schwager wurde. 1834 legte Heinrich die philosophische Grundprüfung ab und ging 1835 zum Studium der Theologie nach Erlangen.

In Erlangen wurde Heinrich vor allem von dem Neutestamentler Hermann Olshausen geprägt, bei dem er Dogmatik hörte sowie von Harleß, der ihn in die neutestamentliche Exegese einführte. Durch den damaligen Repetitor J. Christian Konrad Hofmann, später Professor in Erlangen, lernte er die alttestamentliche Geschichte und ihre Prophetie als Vorbedeutung auf Christus zu betrachten. Auch Friedrich Rückert und den Kirchenhistoriker Engelhardt hörte er. Nach dem Verbot der Burschenschaften hatte sich unter Heinrichs Teilnahme die Uttenreuther Verbindung gebildet, die eine freie und bildende Geselligkeit ohne Trinkkonvent pflegte; Heinrich trat aber bald wieder aus, weil er eine Ablenkung von seinen theologischen Studien fürchtete. Die Erlanger Zeit prägte ihn in streng lutherischer Richtung; auch das Konkordienbuch (der Andreaesche Leitfaden für die lutherische Rechtgläubigkeit) las er mit Zustimmung. Schon im Herbst 1837 legte er in Ansbach mit glänzendem Ergebnis das Kandidatenexamen ab. Während eines weiteren Semesters in Tübingen berührte ihn der Gegensatz zwischen der kritischen Schleiermacherschen Richtung Ferdinand Christian Baurs und dem Bibeltheologen Christian Fr. Schmid. Im Stift schloß er sich den wenigen Pietisten in ihren Erbauungsstunden an. Im Frühjahr 1839 promovierte er in München zum Doktor der Philosophie mit Studien über die Septuaginta-Ubersetzung des alten Testaments und ihr Verhältnis zum hebräischen Grundtext. Sein Pate Schelling opponierte in seiner Disputation.

 

Der Universitätslehrer

Am Promotionstag erhielt Heinrich Thiersch einen Ruf als Lehrer für Religion, Griechisch und Deutsch an die Missionsanstalt in Basel; er hatte anläßlich eines Besuches im Missionshaus bei einer Aushilfspredigt einen besonders nachhaltigen Eindruck beim Inspektor hinterlassen. In Basel knüpfte er wichtige persönliche Beziehungen. Bei Johann Tobias Beck aus Württemberg, der eine Theologie des Reiches Gottes vertrat, hospitierte er an der Universität. Besuche in Beuggen brachten ihn dem Werk der inneren Missionsbestrebungen nahe. Gesundheitshalber mußte er den Posten in Basel nach einem Jahr wieder aufgeben. Dennoch absolvierte er im Herbst 1839 in München die philologische Staatsprüfung und ging als theologischer Repetent nach Erlangen und habilitierte sich dort. Im Herbst 1840 trat er im Alter von 23 Jahren mit Bertha Zeller aus Beuggen in eine überaus glückliche Ehe. Zum Glück in der Ehe trat das enge Verhältnis zu seinem Freund und Schwager Emil von Schaden, Extraordinarius für Philosophie in Erlangen. Heinrich Thiersch las über eine breite Palette theologischer Themen. Sein Einfluß war offenbar bedeutend. Es wird berichtet, daß er und Schaden die größten Hörsäle beanspruchten. Aus seiner Repetententätigkeit ging eine hebräische Grammatik hervor.

In Erlangen fühlte sich Thiersch durch die dogmatische Enge bedroht, die er dort bei der Übernahme einer Professur zu erwarten hatte. Er konnte den Papst nicht als den großen Antichrist verdammen (gemäß den Schmalkaldischen Artikeln). Er hätte sich verpflichten müssen, den Synkretismus, den Pietismus und den Chiliasmus zu verabscheuen. Er achtete aber den ersteren als die gediegenste wissenschaftliche, den Pietismus als die edelste religiöse Frucht des Protestantismus, den Chiliasmus als die Hoffnung der ersten Christen auf das 1000-jährige Reich Christi. So folgte er 1843 gerne einem Ruf nach Marburg als Extraordinarius; 1846 wurde er, nachdem er einen Ruf nach Rostock erhalten hatte, in Marburg zum ordentlichen Professor befördert. Einen Ruf nach Königsberg lehnte er ab, da er es mit seiner Überzeugung nicht vereinbaren konnte, in die evangelische Staatskirche Preußens einzutreten, deren Glaubensbekenntnis durch königliche Kabinettsorder bestimmt und ausgelegt wird. Schon damals war Thiersch ein feuriger Anhänger der Freiheit der Kulte.

Mit der Übersiedlung nach Marburg begann der bedeutendste und am reichsten gesegnete Abschnitt seines Wirkens als akademischer Lehrer und theologischer Schriftsteller. Er erkannte in seinem Beruf als Universitätslehrer die doppelte Aufgabe, die theologische Jugend dem Rationalismus zu entfremden und Christus völlig zuzuführen. Thiersch war ein Theologe des Herzens, nicht des Verstandes. Seine nach Inhalt und Form gleich anziehenden Vorlesungen sicherten ihm rasch einen beträchtlichen Einfluß auf die Studenten, während er gleichzeitig mit seiner konservativen Haltung auf der Kanzel in das kirchliche Leben Marburgs eingriff. In der Praxis ging er hierin mit dem damaligen Gymnasialdirektor, später Professor der Theologie Aug. Fr. Christian Vilmar Hand in Hand, rief aber scharfe Konflikte mit der liberalen Gegenpartei unter seinem sozialdemokratischen Kollegen Bayrhoffer hervor, die schließlich für ein Jahr zu einem Kanzelverbot führten. Auch wissenschaftlich setzte er sich mit der liberalen Richtung, vor allem mit Ferdinand Christian Baur  auseinander. In „Vorlesungen über Protestantismus und Katholizismus“ suchte er Großes und Berechtigtes am Katholizismus anzuerkennen, arbeitete aber doch die dogmatische und praktisch-religiöse Überlegenheit des evangelischen Standpunktes heraus. Mit vielen seiner Studenten stand er in engem persönlichen Kontakt, wurde von ihnen respektiert und verehrt. Thiersch gilt als der geistige Stifter des Marburger Wingolf, 1847 gegründet als Gegengewicht gegen die alleinige Herrschaft der Korps.

Gegen Ende der Marburger Zeit trat Thiersch den apostolischen Gemeinden Englands näher. Er hatte die Schrift eines schottischen Anhängers Irvings, des Evangelisten William Caird gelesen. Ein Besuch des Evangelisten Charles Böhm in Marburg befreundete ihn weiter mit der prophetisch-eschatologischen Weltsicht dieser Glaubensgemeinschaft. Zum Durchbruch gelangte seine Sympathie mit dem „Irvingianismus“ 1847, als Thomas Carlyle,als Apostel der katholisch-apostolischen Gemeinden Norddeutschlands, ihn besuchte und mit begeisterter Glut sein Zeugnis für die Notwendigkeit einer Erneuerung des prophetischen und apostolischen Amtes in der Christenheit ablegte.

In der katholisch-apostolischen Gemeinschaft war die Überzeugung gewachsen, daß neben den Evangelisten das Amt des Apostels treten müsse. Das gesamte apostolische Werk ist Zeugnis für die Sendung vom Himmel. Aus den prophetischen Büchern der Bibel wurde auf die bevorstehende Wiederkehr Christi geschlossen. Bengel hatte ja schon für das Jahr 1836 den Anbruch des 1000-jährigen Reiches vorhergesagt. Doch prophetische Gaben ohne apostolische Leitung reichen nicht aus. Apostel, Evangelist und Gemeinde binden sich in eine feste, „katholische“ Ordnung. Christen aller Bekenntnisse waren aufgerufen, sich auf christliche Grundwahrheiten zu besinnen. Mit der römisch-katholischen Kirche bestand allerdings keine gemeinsame Basis. Für Thiersch bedeutete der Anschluß an diese Glaubensgemeinschaft eine Unterordnung seiner theologisch-wissenschaftlichen Überzeugung unter eine menschliche Autorität, die er indes als göttlich inspiriert betrachtete. Seine Theologie hatte weniger den paulinischen, sondern eher den johanneischen Typus. Die Rechtfertigung allein durch den Glauben genügte ihm nicht. Die Heiligung durch das Gesetz in seiner göttlichen Harmonie und Herrlichkeit trat für ihn stärker hervor als die Rechtfertigung. In der Abhängigkeit von äußeren Formen und Autoritäten liegt aber auch etwas Katholisches, und mit der katholischen Kirche fühlte sich Thiersch in vielem verbunden.

 

Der katholisch-apostolische Prediger

Als Thiersch 1848 in der Stille in Frankfurt die apostolische Ordination erhalten hatte, seine Marburger Anhänger mit Wort und Sakrament bediente und schließlich die Aufsicht über die übrigen norddeutschen apostolischen Gemeinden übernahm, war seine Stellung in der theologischen Fakultät einer evangelischen Landeskirche unhaltbar. Schon im April 1849 war er in Berlin zum „Bischof“ oder „Engel“ konsekriert worden. Am 1. 8. 1849 bat er um Enthebung von seiner theologischen Professur. Seine Entlassung wurde beschleunigt durch seine Opposition gegen die Berufung des liberalen Eduard Zeller, des Schwiegersohnes Ferdinand Christian Baurs, seines früheren Opponenten in der Frage der historischen Bedeutung der neutestamentlichen Schriften. Sein Wunsch, als philologisch-historischer Dozent wirken zu können, wurde ihm, obwohl er sich 1853 bei der philosophischen Fakultät habilitierte, verwehrt. Erst 1858 wurde ihm nach einem Ministerwechsel gestattet, wieder Vorlesungen zu halten. In seiner Funktion als apostolischer Reiseprediger hatte Thiersch Einfluß auf weite Kreise, er hatte u. a. Gelegenheit, König Friedrich Wilhelm IV. in Berlin seine Glaubensgrundsätze vorzutragen. Regelmäßig besuchte er die Jahreskonferenzen seiner Gemeinschaft in England. Seit 1860 übernahm er die Pflege der apostolischen Gemeinden Süddeutschlands und der Schweiz und siedelte dazu 1864 nach München über. 1869 zog er nach Augsburg; seit 1875 wirkte er das letzte Jahrzehnt seines Lebens von Basel aus, nicht mehr als „Evangelist“ oder Prediger, sondern als „Hirte“, d. h. Oberhirte aller Gemeinden der Schweiz, Süddeutschlands und Osterreichs. Während der ganzen Zeit seines Amtes als apostolischer Hirte und Bischof, als Seelsorger, Prediger, Lehrer und Evangelist pflegte Thiersch einen regen Gedankenaustausch mit positiven Theologen der verschiedensten Glaubensrichtungen. Ebenso widmete er sich schriftstellerisch, in Vorträgen und durch seine Korrespondenz den verschiedensten Themen und wirkte in weiten Kreisen anregend. Dagegen gingen seine wissenschaftlichen Arbeiten zurück. Zu erwähnen ist die pragmatisch-historische Darstellung „Die Kirche im apostolischen Zeitalter und die Entstehung der neutestamentlichen Schriften“, ferner der Beitrag zur Sozialethik „Über christliches Familienleben“ (1854) und als Ergänzung dazu „Vom christlichen Staat“ (1875). Seine Einstellung wird so beschrieben: „gleich sehr liberal, wo es sich um die Freiheit des göttlichen Rechts handelt, als streng konservativ, wo es göttliche Ordnungen zu schirmen und zu erhalten gilt“ (Wigand). Selbst zu naturwissenschaftlichen Themen hat sich Thiersch zusammen mit seinem Sohn geäußert in einer Schrift über „Die Physiognomie des Mondes“. Besondere Anerkennung fand Thiersch mit seinen biographischen Arbeiten über Luther, Gustav Adolf und Max I. von Bayern sowie Melanchthon, über J. Wesley und Lavater, besonders aber über seinen Freund und Schwager Emil August von Schaden, über seinen Vater Friedrich von Thiersch und seinen Schwiegervater Christian Heinrich Zeller.

Abgesehen von seiner Lähmung des rechten Fußes war Thiersch nie ernsthaft krank. Das Gemütsleiden seiner Tochter Mathilde 1882-1885 belastete ihn allerdings in seiner Gesundheit sehr. Im Laufe des Jahres 1885 befiel ihn die Tuberkulose, zu der eine Lungenentzündung trat. Schwer leidend konnte er die letzten Lebensmonate im Anwesen eines Freundes, des Kaufmanns Theodor Sarasin-Bischoff in Riehen, außerhalb Basel, mit zwei seiner Töchter verbringen. Dort hatte früher sein Schwager, Bischof Gobat einige Zeit gewohnt. Kinder und Schwiegersöhne vereinten sich an seinem Krankenlager. Seine letzte irdische Freude war, die Verlobung seines Sohnes Friedrich, des Architekten, mit Auguste Eibler zu erleben und das Paar zu segnen. Im Dezember 1885 erlag er in Basel seinen Leiden. Ein in Katechismusform nach seinem Tod erschienenes populärdogmatisches Lehrbuch „Inbegriff der christlichen Lehre“ kann als sein geistliches Vermächtnis gelten.

 

Bertha Thiersch geb. Zeller und das Familienleben

Als Heinrich Thiersch Lehrer am Basler Missionshaus war, kam er öfters zu Besuch nach Beuggen, lernte dort Bertha Zeller, die fünfte Tochter im Hause Zeller-Siegfried kennen und gewann sie lieb. Bertha war noch in Zofingen 1818 geboren. In der großen Gemeinschaft der engeren Familie, der Schullehrer-Zöglinge und Waisenkinder wurden die Töchter unter Anleitung der Mutter schon früh an eine nützliche und liebevolle Tätigkeit gewöhnt. „Sie blieben unberührt von der Vergnügungssucht, welche so leicht das Gemüt verödet und den Sinn für häusliches Glück zerstört“ (Wigand). Bertha hatte ein ruhiges und wohlwollendes Gemüt, einen heiteren Sinn und fand viel Freude daran, andere zu beschenken. Thierschs Vater, der wünschte, sein Sohn möge sich bald verheiraten, kam selbst von München, um für seinen Sohn um Bertha anzuhalten. Er sagte später, sie habe lieblich wie eine Madonna ausgesehen, mit ihrem kleinen Neffen Benoni Gobat auf dem Arm. Die beiden Väter Zeller und Thiersch verstanden sich vortrefflich, die erste Gewähr für die Harmonie ihrer Kinder, die Gott füreinander bestimmt hatte. Bertha fiel die Entscheidung nicht leicht; sie kannte Thiersch nur wenig und erschrak über den lahmen Fuß. Ein Brief der Mutter Thiersch über die Sinnesart ihres Sohnes half ihr, daß ihr Herz sich ganz für ihn entschied.

Die Trauung fand in Beuggen im September 1840 durch Pfarrer Hoch statt. In Erlangen bezog das junge Paar - er war noch nicht 23, sie beinahe 22 Jahre alt - eine kleine Wohnung. Heinrich bezeugte oft, wie segensreich die frühe Verbindung für ihn wurde: „Wäre ich einsam geblieben, so lebte ich wohl längst nicht mehr, ich hätte mich zu sehr in meine Studien vertieft oder wäre ganz schwermütig geworden. Meine Frau brachte mir alles mit, was zur Begründung eines glücklichen Familienlebens dienen konnte“. Von 1841 bis 1846 wohnte Reinhard Zeller, Berthas jüngerer Bruder, während seiner Gymnasialjahre mit im Haus, zunächst in Erlangen, seit 1843 in Marburg. Bertha litt anfänglich unter Heimweh. Die befreundete Frau Selma Ranke, geb. Schubert stand der jungen Frau liebevoll bei, auch bei der Geburt des ersten Kindes 1841, das den Namen Bertha wie die Mutter erhielt. Auf Bertha folgten noch sechs Brüder und sechs Schwestern. Die Mehrzahl erbte von der Mutter die Gabe des Gesangs; die helle Stimme der Mutter erklang noch Kindern und Kindeskindern in der Erinnerung. „Am süßesten klingt ihre Stimme, wenn sie mit dem Kleinsten zärtlich scherzt, sparsam verwendet sie Liebkosungen und Lob bei den Größern. Erhält man Anerkennung, so wird sie umso mehr geschätzt“. Bertha Thiersch wird als sehr schlicht und bescheiden und von zarter, verständiger Weisheit beschrieben. So schloß sie sich auch ganz ihrem Mann an, als er 1850 die Marburger Professur aufgab und sich als Prediger den apostolischen Gemeinden widmete. Die große Familie brachte, vor allem während der längeren Abwesenheit des Ehemannes auf amtlichen Reisen, manche Mühe und Entbehrung. Doch wurde Frau Thiersch durch das Gedeihen der Kinder beglückt. Ihre Gastfreiheit und Mildtätigkeit ist bei vielen in Hessen in liebevollem Andenken. Der Umzug nach München 1864 brachte Bertha Thiersch dem großen Familienkreis ihres Mannes nahe.

Ganz unerwartet erkrankte Bertha Thiersch 1867 während der Abwesenheit ihres Mannes an einer Halsentzündung. Dazu kam im Dezember eine Herzbeutelentzündung, aus der sich die Wassersucht entwickelte. Vom Bett aus nahm sie, gepflegt von den Töchtern, noch am Familienleben, an den Hausandachten teil. Nach siebenmonatigem Krankenlager verstarb sie am 12. Juli 1868 und wurde am 14. auf dem neuen Kirchhof in München im Grab der Familie Thiersch bestattet.

Mit dem Tod seiner Frau sah Thiersch den schönsten Teil seines Lebens zu Ende gehen. Der Segen der Mutter ruhte auf ihren Kindern. Beide Eltern hatten es als ihre erziehende Aufgabe erkannt, dem in ihren Kindern zur Entfaltung zu verhelfen, was Gott in sie gelegt hatte. Thiersch waltete im eigenen Haus wie ein Patriarch und befolgte die Grundsätze, die er in seinen Schriften über Familie und Erziehung ausgesprochen hatte, doch er erklärte: „Es ist das größte Wunder der Gnade Gottes, wenn ein Kind wohl gerät.“

Heinrich Thiersch durfte es erleben, daß sechs seiner neun Kinder in den Dienst der katholisch-apostolischen Gemeinden traten. Der älteste Schwiegersohn Emil Geering, Prediger seit 1865 in Augsburg, unterstützte seinen Schwiegervater. Der Sohn Wilhelm wurde 1876 Prediger der Gemeinde in Basel. Der Sohn Ludwig wurde Nachfolger seines Vaters im Predigeramt in Deutschland und der Schweiz und hatte schließlich seinen Sitz in Albury bei London, dem Ausgangspunkt der katholisch-apostolischen Bewegung. Der Schwiegersohn Ludwig Scholler wurde 1869 aus dem pfälzischen Kirchendienst entlassen und war seit 1875 Prediger der katholisch-apostolischen Gemeinde in Augsburg. Die Schwiegersöhne Paul Wigand und Paul Tappolet schließlich wurden Evangelisten in Frankfurt und Kassel bzw. in Basel und Zürich. Die Tochter Mathilde wurde, vermutlich durch einen Stoß am Kopf, nervenleidend und starb in Schwermut. Zwei Söhne, August und Friedrich, erwarben sich als Architekten bedeutende Verdienste. Durch sie wurde die künstlerische Tradition der Familie bis in unsere Zeit weitergetragen.

Der Schwiegersohn Paul Wigand verfaßte eine sehr ausführliche, einfühlsame Biographie Heinrich Thierschs, in der neben dem Lebensgang besonders seine Wirksamkeit als akademischer Lehrer, als Schriftsteller und Prediger der katholisch-apostolischen Bewegung geschildert ist. Sie ist ergänzt durch Auszüge aus seinen wichtigsten Schriften und seinem ausgedehnten Briefwechsel sowie durch Lebensbeschreibungen von Freunden und Weggenossen: Paul Wigand, Heinrich W. J. Thierschs Leben, Basel 1888.

 

Schriften von Heinrich Thiersch

De Pentateuchi versione alexandrina libri III. Augsburg 1841; erweiterte Fassung der Dissertationen von 1839 und 1840
– Grammatisches Lehrbuch für den ersten Unterricht in der hebräischen Sprache auf Gymnasien und Universitäten. Erlangen 1842
– Hebräische Grammatik für Anfänger, welche des Lateinischen und Griechischen kundig sind. 2. Ausgabe Erlangen 1858


Versuch zur Herstellung des historischen Standpunkts für die Kritik der neutestamentlichen Schriften. Eine Streitschrift gegen die Kritiker unserer Tage. Erlangen 1845
– Vorlesungen über Katholizismus und Protestantismus, 1. und 2. Abteilung. Erlangen 1846; 2. Auflage. Erlangen 1848
– Einige Worte über die Echtheit der neutestamentlichen Schriften und ihre Erweisbarkeit aus der ältesten Kirchengeschichte gegenüber den Hypothesen der neuesten Kritiker. Zur Erwiderung auf die Schrift von Herrn Prof. Dr. F. Chr. Baur: „Der Kritiker und der Fanatiker usw.“, Erlangen 1846
– De epistola ad Hebraeos commentatio historica. Marburg 1847
– De Stephani protomartyris oratione commentatio exegetica. Marburg 1849
– Die Geschichte der christlichen Kirche im Altertume, 1. Teil: Die Kirche im apostolischen Zeitalter und die Entstehung der neutestamentlichen Schriften. Frankfurt am Main 1852; 3. Auflage. Frankfurt am Main 1879
– Politik und Philosophie in ihrem Verhältnis zur Religion unter Trajanus, Hadrianus und den beiden Antoninen, ein geschichtlicher Vortrag. Marburg 1853
– Erinnerungen an Emil August von Schaden. Frankfurt am Main 1853
– Über christliches Familienleben. Frankfurt am Main 1854; 8. Auflage, Augsburg 1889
– Zurückführung des Gymnasialunterrichts zur Einfachheit, Marburg 1857
– Hrsg.: Beiträge zum Verständnis der christlichen Lehre. Eine Erbauungsschrift, Heft 1. Frankfurt am Main 1858; Heft 2: Andeutungen über den Weg zum inneren Frieden. Aus dem Englischen des Will Dow. 1858; 2. Auflage 1879
– Döllingers Auffassung des Urchristentums beleuchtet. Frankfurt am Main 1861
– Griechenlands Schicksale, vom Anfang des Befreiungskrieges bis auf die gegenwärtige Krisis, in kurzer Übersicht dargestellt. Frankfurt am Main 1863
– Rätselkurzweil für Jung und Alt, Basel 1863
– Über vernünftige und christliche Erziehung der Kinder. Ein pastoraler Vortrag. Basel 1864; 2. Auflage Basel 1889
– Friedrich von Thiersch's Leben. Leipzig und Heidelberg 1866
– Die Bergpredigt Christi und ihre Bedeutung für die Gegenwart, Meditationen. Basel 1867; 2. Auflage Basel 1878
– – Die Gleichnisse Christi, nach ihrer moralischen und prophetischen Bedeutung betrachtet. Frankfurt am Main 1867; 2. Auflage Frankfurt am Main, Augsburg 1875
– Die Strafgesetze in Bayern zum Schutze der Sittlichkeit, den neuesten Abschwächungsanträgen gegenüber verteidigt. Nördlingen 1868
– Das Verbot der Ehe innerhalb der nahen Verwandtschaft, nach der heiligen Schrift und nach den Grundsätzen der christlichen Kirche dargestellt. Nördlingen 1869
– Luther, Gustav Adolph und Maximilian 1. von Bayern, Biographische Skizzen. Nördlingen 1869
– Die Genesis nach ihrer moralischen und prophetischen Bedeutung betrachtet. Basel 1869; Neue Bearbeitung, Augsburg 1878
– Die Pflicht der Christen zur Zeit der Kriegsgefahr, Augsburg 1870
– Am Anfang und am Ende des Krieges, 3 Predigten. Nördlingen 1871
– Homilien über die Sonntags-Evangelien der Fastenzeit. Basel 1874
– Über das Diakonenamt, Berlin 1874
– Über den christlichen Staat. Basel 1875
– Christian Heinrich Zeller's Leben, 1779-1860. 2 Bände. Basel 1876
– Die Anfänge der heiligen Geschichte, nach dem 1. Buch Mosis betrachtet. Neue Ausgabe der Schrift: „Die Genesis“. Basel 1877; 4. Auflage, Basel 1935
– Über die Gefahren und Hoffnungen der christlichen Kirche, 5 Vorträge. Basel 1877; 2. Auflage 1878.


Melanchthon, ein Vortrag. Augsburg 1877
– John Wesley. Augsburg 1879
– Theologisches Gutachten über den Impfzwang. Basel 1879
– mit August Thiersch, Die Physiognomie des Mondes, Versuch einer Deutung derselben im Anschluß an die Arbeiten von Mädler, Nasmyth und Carpenter. Nördlingen 1879; 2. Auflage Augsburg 1883
– Ursprung und Entwicklung der Colonieen in Nordamerica 1496-1776. Augsburg 1880
– Aufgaben des geistlichen Amtes. Basel 1880
– Uber Johannes von Müller, den Geschichtschreiber, und seinen handschriftlichen Nachlaß. Augsburg 1881
– Lavater, ein Vortrag. Augsburg 1881
– Edmund Ludlow und seine Unglücksgefährten als Flüchtlinge an dem gastlichen Herde der Schweiz. Vortrag Basel 1881
– Blicke in die Lebensgeschichte des Propheten Daniel. Augsburg 1884
– Inbegriff der christlichen Lehre. Basel 1885; 3. Auflage Basel 1896
– Heinrich W. J. Thiersch's Leben (zum Teil von ihm selbst erzählt). Hrsg. von Dr. Paul Wigand, mit Portrait in Stahlstich. Basel 1887
– Briefe an einen evangelischen Geistlichen. Hrsg. von F. Oehninger. Augsburg 1888
– Das Gebet des Herrn, nach der heiligen Schrift ausgelegt, Sonderausgabe aus der „Christenlehre“. Mit Vorwort von C. Orelli. Basel 1889



                                                                          (In dieser Internet-Fassung wurden die Anmerkungen weggelassen)

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