Familie Zeller aus Martinszell  
 
Mittwoch, 27.03.2019

Spuren der Zellers


 
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Das Schloß in Wurmlingen bei Tuttlingen Die Festung Hohentwiel Johann Jakob Moser
 

1534    Herzog Ulrich von Württemberg kehrt aus dem Exil zurück. Die Festung Hohentwiel kommt endgültig
           an Württemberg

 
Ab 1546 arbeiten Konrad Zeller und sein Sohn Johannes (Hans) Zeller als Baumeister auf dem Hohentwiel bei dessen
           Umbau zur Staatsfestung und beim Ausbau des Renaissance-Schlosses innerhalb der Festung


1570    Hans Zeller, Baumeister aus Tuttlingen, wird in einer Verdingungsurkunde zum Baumeister für den Neubau
           des Schosses Wurmlingen bei Tuttlingen bestellt.


1634    Konrad Widerholt wird Kommandant auf dem Hohentwiel. Nach der Schlacht von Nördlingen bleibt der
           Hohentwiel der einzige feste Platz diesseits des Rheins, auf dem die württembergische Fahne weht.
          
Kriegskommissar auf dem Hohentwiel ist in dieser Zeit Stephan Stockmayer, Ahn eines großen Teils
           der Zeller-Familie


1670    Johann Ulrich Zeller (1615-1673), Geheimer Regimentsrat Herzog Christophs, besucht den Hohentwiel.
           Er ist der Begründer der Stuttgarter Linie der Familie Zeller


1679    Friedrich Hafenreffer wird Keller auf dem Hohentwiel. Seine Mutter Anna Magdalena ist eine
           geborene Zeller


1759-1764 Johann Jakob Moser (1701-1785), der „Vater des deutschen Staatsrechts“, ist Staatsgefangener
           auf dem Hohentwiel
- ohne Verurteilung. Als Landschaftskonsulent (also als Vertreter des
           württembergischen Landtags gegenüber dem Herzog) hatte er sich den herzoglichen Geldforderungen
           zum Unterhalt des Militärs, ohne Einberufung des Landtags, widersetzt. Deshalb fiel er bei Herzog
           Carl Eugen in Ungnade und wurde auf den Hohentwiel verbannt. Sein Vater Johann Jakob Moser
           (1660-1717) ist Ahn eines großen Teils der Zeller-Familie.


1800-1801 wird die Festung Hohentwiel auf Geheiß Napoleons zerstört. Damit endet eine 900jährige
           Festungsgeschichte.

 

1854    Victor von Scheffel quartiert sich im Gasthaus des Hohentwieler Schultheißen Christian Pfizer ein,
           um seinen Roman „Ekkehard“ zu schreiben, durch den der Hohentwiel dem deutschen Bildungsbürgertum
           bekannt wurde.

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