Familie Zeller aus Martinszell  
 
Mittwoch, 27.03.2019

Familientag am 7. Oktober 2000 in Tübingen

 
 
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Der Martinszeller Verband hatte in die Universitätsstadt Tübingen eingeladen. Infolge anderer Familientage und -feste waren einige treue Teilnehmer vom Kommen abgehalten, so dass man auf dem Erinnerungsfoto vor dem Waldhäuser Hof nur 25 Köpfe zählen kann. Ein paar mehr waren es morgens noch gewesen.

Hans-Ulrich Dapp und Gerhard Zeller führten durch die Stiftskirche. Schwer zu findende Details wie die Signatur des Baumeisters, die Grabbeigaben des Ziehsohnes vom Liederdichter Philipp Nicolai und besonders im Vorraum ein Epitaph mit dem Zellernamen fanden das Interesse der Frühgekommenen.

Dann wurde der Schlossberg erklommen. Dort im Schloss Hohentübingen wurden vor kurzem die Sammlungen der verschiedenen Universitätsinstitute zusammengeführt, woraus sich ein sehenswertes Museum gebildet hat. Angefangen mit den 30.000 Jahre alten Vogelherdfiguren wurden wir durch Jungsteinzeit in eine ägyptische Grabkammer und zu griechischen Vasen und römischen Münzen geführt. Die ebenfalls faszinierende Sammlung von Kopien der berühmtesten antiken Skulpturen (Nike, Dornauszieher, Laokoongruppe) konnte nur noch kurz gestreift werden.

Auf dem Weg zum Bus hielten die Teilnehmer beim Hölderlindenkmal im alten botanischen Garten an. Hier war die Wirkungsstätte von Wilhelm Zeller gewesen, dem Universitätsgärtner. Seine Tochter Emma Zeller hat das Denkmal mitten in ihr Pinitas-Bild hineingemalt. Eine Idylle vom Kinderstaat der Geschwisterschar, die im selben Jahr durch den Unfalltod des Vaters ihr Ende fand. Nach dem Mittagessen im Waldhäuser Hof schilderte Martin Zeller das Leben Wilhelm Zellers.

Es schloss sich eine Mitgliederversammlung an, die den Studien- und Ausbildungsfonds beschloss und die über die Nachwahl Gerhard Zellers zum stellvertretenden Vorsitzenden (für den verstorbenen Max-Adolf Cramer) unterrichtet wurde.

Die Abrundung des Familientreffens bildete eine sachkundige Führung durch den neuen botanischen Garten und sein Tropenhaus, die Frau Professorin Ingrid Kottke aufgrund familiärer Beziehungen angeboten hatte. Eine gelungene Anknüpfung an das Werk Wilhelm Zellers, dessen Palmenhaus leider in den 60er Jahren abgerissen wurde. (HUD)

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